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Christopher Hinterhuber Ziyu He Christoph Stradner Trio ab 2018 Trio 2012 - 2018 Trio bis 2012

Altenberg Trio Wien



In jedem Übergang liegt ein besonderer Zauber. Dies gilt für die Musik und gleichermaßen für die „Verwandlung“ eines Ensembles, das diese pflegt. Beim Altenberg Trio Wien glückte 2018 ein freundschaftlich-harmonischer Wechsel: der Pianist Christopher Hinterhuber und der Cellist Christoph Stradner garantieren zusammen mit dem Geiger Ziyu He „Kontinuität im Wandel“. Das Altenberg Trios widmet sich der Kammermusik, die von der Klassik bis zur zeitgenössischen Musik reicht; und es will ihre und deren Wandlungen erlebbar machen.
„ Musik ist: wie wenn die Seele plötzlich in einer fremden Sprache ihre eigene spräche“ (Peter Altenberg).

Die Tradition des Altenberg Trios Wien begann 1984. Der Pianist Claus-Christian Schuster gründete zusammen mit dem Geiger Boris Kuschnir und dem Cellisten Martin Hornstein das Wiener Schubert Trio. Nach der 1993 erfolgten Auflösung bildete Schuster zusammen mit Ganz und Hornstein, dem 2004 der Cellist Alexander Gebert nachfolgte, das Altenberg Trio Wien. Seit seinem „offiziellen“ Debüt bei der Salzburger Mozartwoche 1994 hat das Altenberg Trio Wien sich in rund 1000 Auftritten den Ruf eines der wagemutigsten und konsequentesten Ensembles dieser Kategorie erworben: sein Repertoire umfasst – neben einer großen Anzahl von Werken aus den unmittelbar angrenzenden Bereichen (Klavierquartette, Duos, Tripelkonzerte, vokale Kammermusik) –mehr als 200 Klaviertrios, darunter etliche Werke, die das Altenberg Trio selbst angeregt und uraufgeführt hat.

Bereits gleich bei seiner Gründung wurde das Ensemble „Trio in residence“ der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, für die es alljährlich einen Konzertzyklus im Brahms-Saal des Wiener Musikvereins gestaltet. Einen weiterer Fixpunkt seiner Tätigkeit bildet jedes Jahr um Christi Himmelfahrt auch die künstlerische Leitung des Musikfestes Schloss Weinzierl in Niederösterreich, jenem musikgeschichtlich bedeutsamen Ort, wo der junge Haydn seine ersten Streichquartette verfasste.Zuvor betreute das Altenberg Trio über anderthalb Jahrzehnte hinweg das Internationale Brahmsfest Mürzzuschlag, dessen künstlerischer Leiter Claus-Christian Schuster war.

Bei der Verleihung des Robert-Schumann-Preises der Stadt Zwickau reihte sich das Altenberg Trio 1999 in die „österreichische“ Tradition dieser Auszeichnung ein (Preisträger 1997 Nikolaus Harnoncourt, 2002 Alfred Brendel). Unmittelbarer Anlass dafür war die kurz zuvor erschienene Gesamtaufnahme der Schumannschen Klaviertrios. Die nächsten Einspielungen des Altenberg Trios (Ives / Copland / Bernstein) gewann im April 2000 in Amsterdam den Edison Award; die 2008 erschienene CD mit den Klaviertrios der polnischen Komponisten Artur Malawski und Krzysztof Meyer wurde vom Kultursender Ö1 des österreichischen Rundfunks mit dem „Pasticcio-Preis“ ausgezeichnet. In Zusammenarbeit mit der Initiative des österreichischen Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten „1989- 2009 geteilt - geeint“ entstand die CD „Stimmen der Freiheit“. Sie präsentiert Triowerke aus Polen, Ungarn, Tschechien und Österreich, die in dieser Zeitspanne entstanden sind gemeinsam mit in den Originalsprachen gelesenen Gedichten von Autoren dieser Länder.

Besonders lebhafte Resonanz fanden die letzten Konzertzyklen des Altenberg Trios, so etwa in der Saison 2007/08 der Zyklus „Das Genie und sein Schatten“, der das Trioschaffen Ludwig van Beethovens mit dem seiner Zeitgenossen konfrontierte. 2009 folgte das Altenberg Trio zum ersten Mal der Einladung Gidon Kremers zum Kammermusikfest Lockenhaus. Ausserdem gab es im Februar 2010 im Rahmen seiner jährlichen Konzertreise in die USA sein Debüt in der Library of Congress in Washington.Im Musikvereinszyklus 2010/11 stand Paris und das Wunder der gerade 1871, am Tiefpunkt politischer Demütigung, mächtig wiedererstarkenden „Ars gallica“ im Mittelpunkt. 2011/12 widmete sich das Trio vor allem den Werken von Brahms und Schubert.

Mit den neuen Ensemblemitgliedern Christopher Hinterhuber (Klavier) und Christoph Stradner (Violoncello) stand die Saison 2012/13 ganz im Zeichen der Gesamtwerke für Klaviertrio von Beethoven, Schumann und Schostakowitsch. Für die weiteren Saisonen standen unterschiedliche Schwerpunkte auf dem Menü: Mozarts Klaviertrios und Klavierquartette sowie slawischromantische Werke, Haydn-Schubert-Mendelssohn, ein Brahmszyklus, aber auch viele seltener gespielte Werke von Auerbach, Bernstein, Chausson, Martin, Piazzolla, Pirchner, Weinberg, und vielen anderen

2013 spielte das Trio erstmals bei den Bregenzer Festspielen und dem Georges Enescu-Festival in Bukarest.

Ziyu He spielt auf der „Grumiaux“ Geige von Jean-Baptiste Vuillaume aus dem Jahre 1855 und Christoph Stradner ein Violoncello von Antonio Stradivari, in Cremona 1680 gebaut.