{"id":663,"date":"2019-02-13T19:17:14","date_gmt":"2019-02-13T18:17:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www2.altenbergtrio.at\/?p=663"},"modified":"2019-02-13T19:17:20","modified_gmt":"2019-02-13T18:17:20","slug":"eisler-sonate-fuer-violine-und-klavier-die-reisesonate-1937","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/eisler-sonate-fuer-violine-und-klavier-die-reisesonate-1937\/","title":{"rendered":"Eisler: Sonate f\u00fcr Violine und Klavier (Die Reisesonate, 1937)"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Hanns Eisler<\/h3>\n\n\n\n<p>* 06. Juli 1898<br>\u2020 06. September 1962<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sonate f\u00fcr Violine und Klavier (Die Reisesonate, 1937)<\/h3>\n\n\n\n<table class=\"wp-block-table\"><tbody><tr><td>Komponiert:<\/td><td>auf der Reise von Svendborg nach Prag, Oktober 1937<\/td><\/tr><tr><td>Erstausgabe:<\/td><td>Peters, Leipzig, 1959<\/td><\/tr><\/tbody><\/table>\n\n\n\n<p>Hanns Eisler, der seit seinem dritten Lebensjahr in Wien aufwuchs und  hier 1919 Sch\u00fcler von Arnold Sch\u00f6nberg wurde, ist vielen Lagern  suspekt: den Traditionalisten als respektloser \u201eNeut\u00f6ner\u201c, den  Gralsh\u00fctern der Avantgarde als ein Rebell, der die \u201eReinheit der Lehre\u201c  bedenkenlos den Erfordernissen der politischen Agitation opferte. Sein  \u201eVerrat\u201c an Sch\u00f6nberg, dem er im M\u00e4rz 1926 gestehen mu\u00df, er verstehe bis  auf \u00c4u\u00dferlichkeiten gar nichts von der 12-Ton-Technik und \u2013Musik, geht  Hand in Hand mit seinem um die selbe Zeit ganz in den Vordergrund  tretenden sozialrevolution\u00e4ren Engagement. 1929 beginnt er, mit Bertolt  Brecht zusammenzuarbeiten; und nach der durch die nationalsozialistische  Macht\u00fcbernahme erzwungenen Flucht, die ihn zun\u00e4chst nach Wien  zur\u00fcckf\u00fchrt, kommt er immer wieder zu Brecht nach D\u00e4nemark \u2013 so auch  nach einem Besuch der spanischen B\u00fcrgerkriegsfront im J\u00e4nner 1937. Von  hier reist er im Oktober nach Prag. Auf dieser ebenso beschwerlichen wie   gef\u00e4hrlichen Reise entsteht eine Violinsonate, der Eisler selbst den  Untertitel \u201eDie Reisesonate\u201c gibt. Der Komponist geht hier auf so vital  musikantische und gleichzeitig raffinierte Art mit dem  Gestaltungsintrumentarium der Dodekaphonie um, da\u00df ein imagin\u00e4rer  musikalischer Zollfahnder alle M\u00fche h\u00e4tte, die Schmuggelware zu erkennen  \u2013 Eisler ist en passant eines der luzidesten und vollendetsten  Kammermusikwerke der ganzen Stilepoche gegl\u00fcckt. Ein Jahr vor seinem Tod  wird er zu Recht sagen k\u00f6nnen: \u201eWenn man mich nicht spielt, ist der  Musikbetrieb dumm. Das ist eine freche Behauptung, aber ich glaube, es  ist eine richtige Behauptung.  <\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align:right\">\u00a9 by Claus-Christian Schuster<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hanns Eisler * 06. Juli 1898\u2020 06. 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