{"id":619,"date":"2019-02-13T18:02:43","date_gmt":"2019-02-13T17:02:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www2.altenbergtrio.at\/?p=619"},"modified":"2019-02-13T18:02:49","modified_gmt":"2019-02-13T17:02:49","slug":"mendelssohn-klavierquartett-nr-4-h-moll-op-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/mendelssohn-klavierquartett-nr-4-h-moll-op-3\/","title":{"rendered":"Mendelssohn: Klavierquartett [Nr.4], h-moll, op.3"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Felix Mendelssohn<\/h3>\n\n\n\n<p>* 03. Februar 1809<br>\u2020 04. November 1847<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Klavierquartett [Nr.4], h-moll, op.3<\/h3>\n\n\n\n<table class=\"wp-block-table\"><tbody><tr><td>Komponiert:<\/td><td>Berlin, 1824 &#8211; 18.J\u00e4nner 1825<\/td><\/tr><tr><td>Widmung:<\/td><td>Johann Wolfgang von Goethe<\/td><\/tr><tr><td>Urauff\u00fchrung:<\/td><td>Paris, M\u00e4rz 1825<br>\nFelix Mendelssohn, Klavier<br>\nPierre Baillot (1771-1842), Violine<br>\nN. Mial, Viola<br>\nLouis Norblin (1781-1854), Violoncello<br>\n<\/td><\/tr><tr><td>Erstausgabe:<\/td><td>Hofmeister, Leipzig, Dezember 1826<\/td><\/tr><\/tbody><\/table>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/resmedia\/img\/up200708\/bruell_414x600-0.jpg\" data-rel=\"lightbox-gallery-KLQdA3AO\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/resmedia\/img\/up200708\/chrubini_162x200.jpg\" alt=\"\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Mendelssohns viertes und letztes Klavierquartett ist in mehrfacher  Hinsicht bemerkenswert: zum einen dokumentiert es \u2013 als Schlu\u00dfst\u00fcck der  innerhalb weniger Jahre (1821-1825) entstandenen Werkreihe \u2013  beispielhaft die Rasanz und Zielstrebigkeit von Mendelssohns  kompositorischer Entwicklung, andererseits ist es aber auch f\u00fcr sich  genommen ein aufschlu\u00dfreiches Denkmal der wahrscheinlich folgenreichsten  Begegnung, die das Leben des Wunderkindes pr\u00e4gte: jener mit Johann  Wolfgang von Goethe, dem das Quartett gewidmet ist. Das Werk des  F\u00fcnfzehnj\u00e4hrigen steht dabei eher am Ende als am Anfang einer  Entwicklung: In Textur und Anlage hat es wahrscheinlich mehr mit den  Gattungsmustern aus dem XVIII. Jahrhundert als mit dem \u201eromantischen\u201c  Klavierquartett der unmittelbar folgenden Jahrzehnte gemeinsam. <br> Die  \u00f6fter ge\u00e4u\u00dferte Mutma\u00dfung, die Bevorzugung dieses Genres in  Mendelssohns erster Schaffensperiode habe mit der (im Vergleich zu  Streichquartett und Klaviertrio) relativ schwachen Gattungstradition des  Klavierquartetts zu tun, die dem jungen Komponisten die Belastung durch  allzu viele gro\u00dfe Vorbilder erspart habe, mag aus unserer zeitlichen  Perspektive schl\u00fcssig erscheinen: Bevor man aber dieses Argument  aufgreift, sollte man sich vergegenw\u00e4rtigen, da\u00df es \u2013 neben den drei bis  heute lebendigen Meisterwerken, die Mendelssohn vorlagen (Mozart, KV  478 und KV 493, Beethoven, op.16) \u2013 eine sehr beachtliche Anzahl  ver\u00f6ffentlichter und vielgespielter Klavierquartette damals  hochgesch\u00e4tzter Meister aus der Zeit unmittelbar vor der Entstehung  unseres Werkes gibt, die, obwohl heute fast vergessen, die Richtigkeit  dieser Perspektive recht fraglich erscheinen lassen. Auff\u00e4llig viele  dieser Werke entstammen dem Beethoven-Umfeld \u2013 und welche Bedeutung die  Auseinandersetzung mit Beethoven und seinem Erbe f\u00fcr den jungen  Mendelssohn hatte, zeigen ja auch seine bald nach den Klavierquartetten  entstandenen ersten Streichquartette. <br> F\u00fcr den in Berlin heranwachsenden Komponisten kommen in diesem  Zusammenhang wohl vor allem die drei Klavierquartette (op. 4-6) des  Hohenzollern-Prinzen Louis Ferdinand von Preu\u00dfen (1772-1806) in  Betracht. Da\u00df Beethoven selbst sich auch schon als F\u00fcnfzehnj\u00e4hriger an  drei Klavierquartetten (WoO 36) versucht hatte, konnte Mendelssohn wohl  nicht wissen; die beiden Klavierquartette des Beethoven-Sch\u00fclers  Ferdinand Ries (1784-1838) k\u00f6nnten ihm aber durchaus vertraut gewesen  sein, ebenso das 1817 erschienene Werk des damals popul\u00e4ren Conradin  Kreutzer (1780-1849, nicht zu verwechseln mit dem Widmungstr\u00e4ger der  Kreutzer-Sonate, dem franz\u00f6sischen Geiger Rodolphe Kreutzer). Unter den  anderen Werken, die so etwas wie eine \u201eKlavierquartett-Tradition\u201c  belegen, w\u00e4re nat\u00fcrlich noch Carl Maria von Webers Opus 8 (1809) zu  erw\u00e4hnen. Im selben Jahr ver\u00f6ffentlichte \u00fcbrigens V\u00e1clav Jan Tomasek  (1774-1850), der etwa zur gleichen Zeit wie Mendelssohn zu Goethe in  Kontakt treten sollte, sein einziges Klavierquartett. (Schumann wird ihm  an Schuberts 50. Geburtstag in Prag begegnen und in ihm einen  interessanten geistreichen Alten finden.)<br> W\u00e4hrend man also schwerlich behaupten kann, Mendelssohn habe seine  Erstlingssaat in einem Brachfeld ausgebracht, so f\u00e4llt doch auf, da\u00df  sich die Diktion seiner vier Klavierquartette recht deutlich von der  seiner \u00e4lteren Zeitgenossen unterscheidet. Neben unvermeidlichen Spuren  der Auseinandersetzung mit Mozart und Beethoven finden sich in diesen  Werken n\u00e4mlich \u2013 und zwar in zunehmendem Ma\u00dfe \u2013 vor allem Echos  vorklassisch-barocken Musizierens. Aus diesem Blickwinkel k\u00f6nnte die  ganze Werkreihe (und unser H-moll-Quartett als kr\u00f6nender Abschlu\u00df in  ganz besonderer Weise) durchaus auch als fr\u00fches Beispiel einer  \u201ehistoristischen\u201c Kompositionshaltung gedeutet werden. Es ist gut  m\u00f6glich, da\u00df Zelter, der als Leiter der Berliner Singakademie einer der  Hauptexponenten eines erneuerten und vertieften Interesses an \u00e4lterer  Musik war, seinem Sch\u00fcler einige Anregungen in dieser Richtung gegeben  hat; ein Blick auf das Werk seiner anderen prominenten Sch\u00fcler \u2013 Carl  Loewe, Gustav Meyerbeer und Otto Nicolai \u2013 wird uns allerdings davor  bewahren, diesem Einflu\u00df allzuviel Gewicht beizumessen. Viel eher lie\u00dfe  sich mutma\u00dfen, da\u00df dieser \u2013 im \u00fcbrigen f\u00fcr ein Fr\u00fchwerk nicht ganz  au\u00dfergew\u00f6hnliche \u2013 \u201ehistoristische\u201c Wesenszug ganz unmittelbar mit der  Art der Beziehung des Komponisten zu Johann Wolfgang von Goethe, dem  Widmungstr\u00e4ger des Opus 3, zusammenh\u00e4ngen k\u00f6nnte.<br> <br> Schon Mendelssohns Vater war zu Goethe in eine wenn auch nur fl\u00fcchtige  Beziehung getreten: 1816 hatte er dem Dichter einen Brief Carl Friedrich  Zelters (1758-1832) \u00fcberbracht. Schon damals hatte Abraham Mendelssohn  die Absicht gehabt, Goethe auch seine Kinder vorzustellen, wozu sich  dann aber kein passender Zeitpunkt gefunden hatte. Erst f\u00fcnf Jahre  sp\u00e4ter \u2013 Carl Friedrich Zelter war in der Zwischenzeit der Musiklehrer  der Kinder geworden \u2013 kam es zur ersten pers\u00f6nlichen Begegnung zwischen  Felix Mendelssohn und Johann Wolfgang von Goethe. Zelter selbst k\u00fcndigt  seinem illustren Freund den Besuch an:<br> \u201eMorgen fr\u00fch reise ich mit meiner Doris und einem zw\u00f6lfj\u00e4hrigen muntern  Knaben, meinem Sch\u00fcler, dem Sohn des Herrn Mendelssohn, ab nach  Wittenberg um dem dortigen Feste beyzuwohnen. [&#8230;] Meiner Doris und  meinem besten Sch\u00fcler will ich gerne Dein Angesicht zeigen, ehe ich von  der Welt gehe, worin ich\u00b4s freylich so lange als m\u00f6glich aushalten  will.\u201c<br> (Brief Zelters an Goethe vom 26. Oktober 1821)<br> <br> Wenige Wochen zuvor hatte der \u201emuntere Knabe\u201c seinem Lehrer ein erstes  Klavierquartett, ein schlie\u00dflich unvollendet (und bis in die j\u00fcngere  Vergangenheit auch unver\u00f6ffentlicht) gebliebenes Werk in d-moll, zur  Korrektur vorgelegt. <br> Sechzehn Tage lang hielt sich Zelter mit seiner Tochter und seinem  Lieblingssch\u00fcler in Weimar auf. Die bekannte Schilderung dieses ersten  Zusammentreffens in Ludwig Rellstabs Lebenserinnerungen (Berlin 1861)  ist zwar nicht aus dem unmittelbaren Erleben, sondern schon in voller  Kenntnis der \u201egeschichtlichen\u201c Dimension dieser Begegnung  niedergeschrieben, vermittelt aber doch ein anschauliches und wohl in  allen wesentlichen Punkten zutreffendes Bild. Noch lebendiger skizziert  Felix selbst die Situation in einem Brief an seine Eltern:<br> <br> \u201eIch spiele hier viel mehr als zu Hause, unter vier Stunden selten,  zuweilen sechs, ja acht Stunden. Alle Nachmittage macht Goethe das  Streichersche Instrument mit den Worten auf: \u00bbIch habe Dich heute noch  gar nicht geh\u00f6rt, mache mir ein wenig L\u00e4rm vor.\u00ab; und dann pflegt er  sich neben mich zu setzen.\u201c<br> <br> Angesichts der sich in diesen Tagen anbahnenden ungew\u00f6hnlichen  Freundschaft verwundert es nicht, da\u00df die Mendelssohns die allern\u00e4chste  Gelegenheit, Goethe wieder einen Besuch abzustatten, ergriffen. Diese  bot sich schon im n\u00e4chsten Jahr auf der R\u00fcckreise von einem  Sommeraufenthalt in der Schweiz. Diesmal wurden auch die Schwestern  Fanny und Rebecka Goethe vorgestellt. Felix spielte seinem  gro\u00dfv\u00e4terlichen Freund ein eigens zu diesem Anla\u00df innerhalb weniger Tage  in Frankfurt komponiertes (zweites) Klavierquartett (c-moll, op.1) vor,  das er dann dem Goethe-Verehrer F\u00fcrst Antoni Henryk Radziwill  (1775-1833), dem Schwager des oben erw\u00e4hnten Louis Ferdinand von  Preu\u00dfen, widmen sollte. (Radziwill, der neben seiner T\u00e4tigkeit als  preu\u00dfischer Statthalter in Posen unerm\u00fcdlich an seinem opus summum,  einer umfangreichen B\u00fchnenmusik zu Goethes Faust arbeitete, wurde  \u00fcbrigens auch von Beethoven und Chopin mit Widmungen bedacht.) Auch  Fannys Lieder auf Goethesche Texte finden das Gefallen des Dichters. Ihr  Klavierquartett, an dem sie schon seit Mai arbeitet, wird aber erst  etliche Wochen nach dem Besuch in Weimar fertig. \u2013 Lea Mendelssohn sagt  Goethe zum Abschied: \u201eEs ist ein himmlischer, kostbarer Knabe! Schicken  Sie ihn mir recht bald wieder, da\u00df ich mich an ihm erquicke.\u201c<br> <br> Ein halbes Jahr sp\u00e4ter kann Zelter seinem Freunde nach Weimar berichten:<br> <br> \u201eMein Felix hat sein f\u00fcnfzehntes Jahr angetreten.Er w\u00e4chst unter meinen  Augen. Sein erstaunliches Clavierspiel darf ich ganz als Nebenher  ansehen.[&#8230;] Alles gewinnt Gediegenheit, kaum fehlt noch St\u00e4rke und  Macht; alles kommt von Innen und das \u00c4u\u00dferliche seiner Zeit ber\u00fchrt ihn  nur \u00e4u\u00dferlich. Denke Dir meine Freude, wenn wir\u00b4s erleben, da\u00df der Knabe  lebt und erf\u00fcllt was seine Unschuld verspricht. Gesund ist er. Ein sehr  sch\u00f6nes Quartett f\u00fcrs Fortepiano w\u00fcnsche ich da\u00df es Deiner Gro\u00dff\u00fcrstin  zugeeignet w\u00fcrde. [&#8230;] Es ist ganz neu und noch besser als das was er  in Weimar hat h\u00f6ren lassen.\u201c<br> (Brief Zelters an Goethe, 11. M\u00e4rz 1823)<br> <br> Die im M\u00e4rz 1825 erschienene Ausgabe dieses (dritten) Klavierquartetts  (f-moll, op.2) sollte dann freilich nicht die von Zelter gew\u00fcnschte  Widmung an die Gro\u00dff\u00fcrstin Maria Pavlovna tragen \u2013 Mendelssohn eignete  dieses Werk seinem Lehrer selbst zu.<br> <br> Schon einige Wochen vor der Ver\u00f6ffentlichung des F-moll-Quartetts, am  18. J\u00e4nner 1825, hatte Mendelssohn sein viertes und letztes  Klavierquartett (h-moll, op.3) vollendet. Mit diesem j\u00fcngsten Werk im  Gep\u00e4ck machte er sich im M\u00e4rz in Begleitung seines Vaters auf die Reise  nach Paris. Abraham Mendelssohn ma\u00df dieser Unternehmung ganz besondere  Bedeutung bei: vom Urteil Luigi Cherubinis (1760-1842), des gefeierten  Direktors des Pariser Conservatoire, sollte es abh\u00e4ngen, ob Felix die  Musik zu seinem Lebensberufe machen d\u00fcrfe. Die Begegnung mit dem Maestro  verlief nicht ganz reibungsfrei \u2013 der elegante und selbstsichere Junge  mu\u00dfte dem alternden P\u00e4dagogen verschwendungss\u00fcchtig und eitel  erscheinen, w\u00e4hrend Felix in Cherubini nur mehr eine ehrw\u00fcrdige Ruine  sah. (Cherubinis Tochter, die Felix \u201eg\u00f6ttlich h\u00fcbsch\u201c fand, bot da schon  einen anderen Anblick&#8230;) Doch diese wechselseitigen Vorbehalte konnten  nichts am professionellen Urteil des Meisters \u00e4ndern. \u00dcber das  Zusammentreffen schreibt Felix seiner Mutter:<br> <br> \u201e[&#8230;] Nun endlich zu den Musikern selbst, soviel ich ihrer bis jetzt  kenne. Vor allem Cherubini, den ich einigemal gesehen. Der ist  vertrocknet und verraucht. Neulich h\u00f6rte ich in der k\u00f6niglichen Capelle  eine Messe von ihm, die war so lustig, wie er brummig ist, d. h. \u00fcber  alle Maa\u00dfen. Hal\u00e9vy versicherte, es g\u00e4be Tage, wo gar nichts aus ihm  raus zu kriegen w\u00e4re. Einen jungen Musiker, der ihm etwas vorgespielt,  habe er gefragt, ob er vielleicht gut malen k\u00f6nne; einem anderen habe er  gesagt, \u00bbvous ne ferez jamais rien\u00ab; wenn er selbst ihm etwas zeige,  und Cherubini sage nichts und schnitte keine grimace, so m\u00fcsse es ganz  vortrefflich seyn. Er hat ihm nur ein einzigesmal, und zwar nachdem ihm  Hal\u00e9vy seine Oper vorgespielt, gesagt: c\u00b4est bien. \u2013 Mais c\u00b4est trop  long, il faut couper. Alle Leute, die ihn kennen, sind sehr verwundert,  da\u00df er, nachdem er mein h moll Quartett aufs allersch\u00e4ndlichste hat  executiren h\u00f6ren, l\u00e4chelnd auf mich zukam und mir zunickte. Dann sagte  er zu den Andern: ce gar\u00e7on est riche, il fera bien; il fait m\u00eame d\u00e9j\u00e0  bien; mais il d\u00e9pense trop de son argent, il met trop d\u00b4\u00e9toffe dans son  habit. Alle behauptete, da\u00df seie ganz unerh\u00f6rt, besonders als er nachher  hinzusetzte: je lui parlerai alors il fera bien! Dann sagten sie, er  h\u00e4tte noch niemals mit jungen Musikern gesprochen. Auch wollte Hal\u00e9vy  gar nicht glauben, da\u00df Cherubini mir das gesagt habe. Kurz, ich  behaupte, da\u00df Cherubini der einzige Mensch ist, auf den Klingemanns Wort  mit dem ausgebrannten Vulkan pa\u00dft. Er spr\u00fcht noch zuweilen, aber er ist  ganz mit Asche und Steinen bedeckt.\u201c<br> (Brief vom 6. April 1825)<br> <br> Wenn der junge Komponist sein Werk auch \u201eaufs allersch\u00e4ndlichste  executirt\u201c fand, so waren seine Partner bei dieser Auff\u00fchrung, die als  Premiere gelten darf, doch unter den angesehensten Pariser Musikern.  (Der heute nur mehr als Autor didaktischer Werke bekannte Pierre Baillot  darf neben Ignaz Schuppanzigh als einer der wichtigsten Pioniere des  professionellen Quartettspiels gelten; Cherubini selbst hat in seinen  letzten Lebensjahren f\u00fcr ihn sechs Streichquartette geschrieben.)  \u00dcbrigens sollten die erfrischend offenen und unmittelbaren Urteile des  jungen Parisbesuchers nicht auf die Goldwaage gelegt werden; so entlockt  ihm etwa seine erste Bekanntschaft mit Mozarts Klarinettenquintett (KV  581, 1789) das Verdikt: \u201eEs sind sehr sch\u00f6ne Sachen drin, aber die  Jugendarbeit giebt sich in jeder Note [&#8230;] zu erkennen.\u201c<br> <br> Nach zwei Monaten in Paris, wo Mendelssohn neben Cherubini auch Rossini,  Reicha, Onslow, Hummel und vielen anderen \u00e4lteren Kollegen begegnete,  machten sich Vater und Sohn auf die Heimreise, die sie \u00fcber Frankfurt am  Main wiederum nach Weimar f\u00fchrte. Hier pr\u00e4sentierte Felix am Abend des  20. Mai 1825 Goethe das ihm zugedachte Klavierquartett; der Weimarer  Geiger und Komponist Carl Eberwein (1786-1868) und zwei anonym geblieben  Musiker begleiteten ihn. <br> Dieser dritte Besuch war der k\u00fcrzeste, und das Bedauern dar\u00fcber klingt  in Goethes Brief, den er am folgenden Tag an Zelter schickt, nach:<br> <br> \u201e[&#8230;] Herr Mendelssohn verweilte auf seiner R\u00fcckreise von Paris  allzukurze Zeit; Felix produzierte sein neustes Quartett zum Erstaunen  von jedermann; diese pers\u00f6nlich h\u00f6r- und vernehmbare Dedikation hat mir  sehr wohlgetan. Den Vater konnte nur fl\u00fcchtig sprechen, weil eine gro\u00dfe  Gesellschaft und die Musik abhielt und zerstreute. Ich h\u00e4tte so gern  durch ihn etwas von Paris vernommen. Felix hat den Frauenzimmern von den  dortigen musikalischen Verh\u00e4ltnissen einiges erz\u00e4hlt, was den  Augenblick sehr charakterisiert. Gr\u00fc\u00dfe die ganze Familie und erhalte  mein Andenken auch in diesem Kreise.\u201c<br> <br> \u201eDiese pers\u00f6nlich h\u00f6r- und vernehmbare Dedikation\u201c \u2013 das ist gewi\u00df mehr  als eine wohlwollende und freundliche Floskel. F\u00fcr Goethes Ohr, \u00fcber das  die Musikwissenschaft sehr absch\u00e4tzig zu urteilen pflegt, mu\u00df im  leidenschaftlichen Ernst und der innigen Begeisterung dieser  jugendlichen Partitur etwas bewahrt gewesen sein, was ganz pers\u00f6nlich  ihm galt, und der Dichter hat diese Botschaft sehr wohl vernommen.  Nicht, da\u00df diese Empf\u00e4nglichkeit uns f\u00fcr Goethes Taubheit Beethoven und  Schubert gegen\u00fcber entsch\u00e4digte; aber vielleicht sollten wir versuchen,  das Mendelssohnsche Quartett ein wenig mit Goethes Ohren zu h\u00f6ren.<br> <br> Wie Goethe seinem heranwachsenden Freund zuh\u00f6rte, das hat er selbst am  treffendsten unmittelbar nach Felix\u00b4 letztem Besuch geschildert:<br> \u201eSo eben, fr\u00fch halb 10 Uhr, f\u00e4hrt bey klarstem Himmel, im sch\u00f6nsten  Sonnenschein, der treffliche Felix, mit Ottilien, Ulriken und den  Kindern, nachdem er vierzehn Tage bey uns vergn\u00fcglich zugebracht und  alles mit seiner vollendet liebensw\u00fcrdigen Kunst erbaut, nach Jena  [&#8230;]. Mir war seine Gegenwart besonders wohlth\u00e4tig, da ich fand: mein  Verh\u00e4ltni\u00df zur Musik sey noch immer dasselbe; ich h\u00f6re sie mit  Vergn\u00fcgen, Antheil und Nachdenken, liebe mir das Geschichtliche; denn  wer versteht irgend eine Erscheinung, wenn er sich [nicht] von dem Gang  des Herankommens penetrirt? Dazu war denn auch die Hauptsache da\u00df Felix  auch diesen Stufengang recht l\u00f6blich einsieht, und gl\u00fccklicherweise sein  gutes Ged\u00e4chtni\u00df ihm Musterst\u00fccke aller Art nach Belieben vorf\u00fchrt. Von  der Bachischen Epoche an, hat er mir wieder Haydn, Mozart und Gluck zum  Leben gebracht; von den gro\u00dfen neuern Technikern hinreichende Begriffe  gegeben, und endlich mich seine eigenen Productionen f\u00fchlen und \u00fcber sie  nachdenken machen.\u201c<br> (Brief an Zelter, 3. Juni 1830)<br> <br> Da dieser letzte Besuch nur in vertiefter Weise fortsetzte, was in den  ersten drei Begegnungen begonnen worden war, wird man wohl auch die  \u201earchaischen\u201c, \u201ehistorisierenden\u201c Aspekte unseres H-moll-Quartetts als  Teil dieses musikalischen Dialoges mit Goethe werten d\u00fcrfen. <br> <br> Schon zu Beginn des ersten Satzes (Allegro molto) beschw\u00f6rt die  symboltr\u00e4chtige, Schl\u00fcsselwerke evozierende Grundtonart  mit pochenden  Ba\u00dfoktaven den Geist des Thomaskantors. Trotzdem ist das Hauptthema  selbst durchaus keine Stilkopie; und vor allem seine Behandlung ist  reinster und unverwechselbarer Mendelssohn. Die emblematische Keimzelle \u2013  eine chromatische Umkreisung des Grundtones \u2013 wird zum allgegenw\u00e4rtigen  Bindeglied des Satzes. Das Seitenthema, das einer Mendelssohnschen  Vorliebe entsprechend variativ aus dem Hauptthema abgeleitet ist und  keinen dialektischen Konflikt mit diesem sucht, erscheint schon in der  Fortspinnung des Nachsatzes. Da die innige Verschwisterung dieser beiden  thematischen Erscheinungsformen ihre parallele Verwendung in der  Durchf\u00fchrung problematisch erscheinen lie\u00dfe, f\u00fchrt der Komponist ein  eigenes Durchf\u00fchrungsmotiv ein, das nur den betonten Halbtonschritt mit  dem Hauptthemenkopf gemeinsam hat. In Verbindung mit dem f\u00fcr den  Durchf\u00fchrungsteil gew\u00e4hlten rascheren Tempo erm\u00f6glicht die Symbiose  dieser beiden Elemente einen dramatisch beschleunigten und  modulationsreichen Ablauf dieses entscheidenden Abschnittes. Die  Reprise, die Mendelssohn w\u00e4hrend der Arbeit noch einschneidend k\u00fcrzte,  verebbt in eine Folge von zwei Orgelpunkten, an denen der motorische  Impetus des St\u00fcckes zu brechen droht, bis die Wiederaufnahme des raschen  Durchf\u00fchrungsmotivs den Satz mit einer energischen Coda beschlie\u00dft. Die  in vielen sp\u00e4teren Werken des Meisters gepflegte strukturelle  Zweiteiligkeit (Exposition\/Durchf\u00fchrung \u2013 Reprise\/Coda), als deren  Grundvoraussetzung die Entlastung der Durchf\u00fchrung von dialektischen  Aufgaben gelten mu\u00df, k\u00fcndigt sich in der formalen Disposition dieses  Jugendwerkes schon deutlich an.<br> <br> Das Thema des langsamen Satzes (Andante, E-Dur) beweist, auf welch  subtile Weise Mendelssohn der \u201eSimplizit\u00e4t\u201c und dem \u201eRegelma\u00df\u201c zu  entgehen wu\u00dfte, das oberfl\u00e4chliche oder b\u00f6smeinende Kritiker seiner  Musik mitunter vorwerfen. Obwohl das Thema \u00e4u\u00dferlich der achttaktigen  Norm entspricht, weicht es in seinem harmonischen und metrischen Verlauf  der regelm\u00e4\u00dfigen Periodik auf raffinierte Weise aus. Da\u00df das Klavier,  dem das Thema zun\u00e4chst anvertraut ist, als Folge dieses Raffinements  nicht einmal mehr aus eigener Kraft in die ganz naheliegende Tonika  zur\u00fcckzufinden vermag, sondern von den teilnahmsvollen Streichern  gewisserma\u00dfen nach Hause getragen werden mu\u00df, darf durchaus als ein  Element romantischer Ironie verstanden werden \u2013 und ich m\u00f6chte glauben,  da\u00df der Autor des \u201eWilhelm Meister\u201c f\u00fcr solche Z\u00fcge nicht unempf\u00e4nglich  war. Auch die Weiterf\u00fchrung des Satzes zeigt uns den jungen Mendelssohn  als einen Meister des spielerischen Umganges mit Formkonventionen, die  er l\u00e4chelnd umgeht und dabei unzerbrochen und heil l\u00e4\u00dft. Die endlich  erreichte Tonika wird noch einmal kadenzierend bekr\u00e4ftigt; die  Fortspinnung dieser Bekr\u00e4ftigung f\u00fchrt uns auf die Wechseldominante, von  wo aus wir zum zweiten Mal das Thema \u2013 diesmal nat\u00fcrlich auf der  Dominante \u2013 erreichen. Jetzt kennt der Pianist den Heimweg schon und  erspart sich daher die retardierenden Verirrungen. Leider bringt gerade  diese Sicherheit das Thema um zwei Takte und somit um sein labiles  \u201eEbenma\u00df\u201c, seinen unverwechselbaren Zauber. (Wer verm\u00f6chte zu sagen, ob  der Junge wirklich schon so viel Lebensweisheit besa\u00df, um mit dem  Hintersinn dieses musikalischen Experimentes bewu\u00dft zu spielen?) Die  abweichende Fortf\u00fchrung scheint jedenfalls auf diesen Verlust mit  sehns\u00fcchtigen Komplikationen zu reagieren. In einem neuerlichen Anlauf  versucht nun das Cello sein Gl\u00fcck, zwar wieder in der Tonika, doch ganz  in den bieder hinkenden Fu\u00dfstapfen der vorigen Variante. Erst die  variierte Wiederholung der zweiten Fortf\u00fchrung findet die \u201everlorenen\u201c  beiden Takte wieder auf, \u00fcber die das St\u00fcck endlich selig in den  Heimathafen einlaufen kann.<br> Der Sinn dieses bezaubernden Satzes scheint mir ganz in diesem  unschuldigen Spiel zu liegen; die m\u00f6glichst korrekte und stichhaltige  Anwendung der formalen Terminologie auf die \u201eSatzglieder\u201c ABACAC(A)  erscheint daneben als eine recht verzichtbare Flei\u00dfaufgabe.<br> <br> Das Scherzo (Allegro molto, fis-moll) ist ein sehr fr\u00fches Beispiel f\u00fcr  die ber\u00fchmten Mendelssohnschen \u201eElfenscherzi\u201c. F\u00fcr den analogen Satz des  Oktetts op.20 \u00fcberlieferte Fanny Mendelssohn als literarische Vorlage  die Schlu\u00dfverse der Walpurgisnacht:<br> <br> Wolkenflug und Nebelflor<br> Erhellen sich von oben,<br> Luft im Laub und Wind im Rohr<br> Und alles ist zerstoben.<br> <br> Aus Goethes Gespr\u00e4chen mit Eckermann wissen wir, da\u00df der Dichter schon  im Scherzo des Klavierquartetts das poetische Urbild m\u00fchelos  wiedererkannte:<br> <br> \u201eEs ist wunderlich, wohin die aufs H\u00f6chste gesteigerte Technik und  Mechanik die neuesten Komponisten f\u00fchrt; ihre Arbeiten bleiben keine  Musik mehr, sie gehen \u00fcber das Niveau der menschlichen Empfindungen  hinaus, und man kann solchen Sachen aus eigenem Geist und Herzen nichts  mehr unterlegen&#8230; Mir bleibt alles in den Ohren h\u00e4ngen&#8230; Doch das  Allegro hatte Charakter. Dieses ewige Wirbeln und Drehen f\u00fchrte mir die  Hexent\u00e4nze des Blocksbergs vor Augen, und ich fand also doch eine  Anschauung, die ich der wunderlichen Musik supponieren konnte.\u201c<br> (Gespr\u00e4ch vom 14. J\u00e4nner 1827)<br> <br> Die chromatische Umkreisung eines Zentraltones \u2013 diesmal der Dominante \u2013  weckt die Erinnerung an das Grundmotiv des Kopfsatzes. Die  alternierenden Formteile, Scherzo (fis-moll) und Trio (H-Dur), sind  durch die ostinate Klavierfiguration und die v\u00f6llig analoge formale  Gestaltung (jeweils eine monothematische Sonatenform en miniature) zu  einer untrennbaren Einheit verschmolzen, was den Satz besonders  gro\u00dffl\u00e4chig erscheinen l\u00e4\u00dft.<br> <br> Auch das Finale (Allegro vivace) ist von beeindruckenden Dimensionen.  Wie schon im Kopfsatz f\u00e4llt die Dominanz des Hauptthemenkopfes (hier ein  rhythmisch bestimmtes Motiv) auf. Die dem eigentlichen Hauptthema  vorangehende Einleitung erinnert in Instrumentation und Textur  (Klavierdiskant in Oktaven gegen orchestrale Streicherfl\u00e4chen) entfernt  an einige besonders charakteristische Stellen der Schubertschen  Klavierkammermusik. W\u00e4hrend diese Parallele nat\u00fcrlich keinesfalls auf  direkte Einfl\u00fcsse hinweist, werden in der Entwicklung des Hauptthemas  selbst recht deutlich Reminiszenzen Beethovenscher T\u00f6ne vernehmbar. <br> Die formale Gestaltung und Organisation des Satzes ist allerdings ganz  autonomer und origineller Mendelssohn. Da die thematischen Zellen  au\u00dferhalb des Hauptthemenkomplexes recht schwach ausgepr\u00e4gt sind, wird  die Gro\u00dfgliederung durch die ostinate Figuration der Begleitstimmen  erzielt: Sechzehntel f\u00fcr die Einleitung, Achteltriolen f\u00fcr den ersten,  homophonen, und Staccato-Achteln f\u00fcr den zweiten, fugierten Abschnitt  der \u201eDurchf\u00fchrung\u201c, w\u00e4hrend das rhythmisch pr\u00e4gnante Hauptthema in der  Art eines einfachen Chorsatzes, also mit seinem eigenen Rhythmus  begleitet wird. Die im ersten Satz nur angedeutete Zweiteiligkeit ist  hier voll ausgepr\u00e4gt: die \u201eCoda\u201c ist eine  gek\u00fcrzte Wiederholung der  \u201eDurchf\u00fchrung\u201c, die an den Ausgangspunkt des Werkes \u2013 zur chromatischen  Tonfolge, die das Leitmotiv des Kopfsatzes gebildet hatte \u2013 zur\u00fcckkehrt.<br> <br> Die Deutlichkeit, mit der nicht nur in diesem Punkt wesentliche Elemente  des Mendelssohnschen Personalstils hier erstmals in Erscheinung treten,  machen dieses letzte Klavierquartett des noch nicht Sechzehnj\u00e4hrigen zu  einem f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis seiner Eigenart zentralen Schl\u00fcsselwerk. Da\u00df  es daneben dem als unmusikalisch verleumdeten deutschen Dichterf\u00fcrsten  einmal auch einen \u201ewortlosen\u201c Platz in der Musikgeschichte verschafft  hat, macht seinen ganz besonderen Reiz aus.<br><\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align:right\">\u00a9 by Claus-Christian Schuster<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Felix Mendelssohn * 03. Februar 1809\u2020 04. November 1847 Klavierquartett [Nr.4], h-moll, op.3 Komponiert: Berlin, 1824 &#8211; 18.J\u00e4nner 1825 Widmung: Johann Wolfgang von Goethe Urauff\u00fchrung: Paris, M\u00e4rz 1825 Felix Mendelssohn, Klavier Pierre Baillot (1771-1842), Violine N. Mial, Viola Louis Norblin (1781-1854), Violoncello Erstausgabe: Hofmeister, Leipzig, Dezember 1826 Mendelssohns viertes und letztes Klavierquartett ist in mehrfacher [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":{"0":"post-619","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","6":"category-klavierquartette-viola","7":"entry"},"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"3.0.1","language":"en","enabled_languages":["de","en"],"languages":{"de":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"en":{"title":false,"content":false,"excerpt":false}}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/619","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=619"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/619\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":620,"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/619\/revisions\/620"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=619"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=619"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=619"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}