{"id":577,"date":"2019-02-13T17:43:32","date_gmt":"2019-02-13T16:43:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www2.altenbergtrio.at\/?p=577"},"modified":"2019-02-13T17:43:38","modified_gmt":"2019-02-13T16:43:38","slug":"schumann-phantasiestuecke-op-88","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/schumann-phantasiestuecke-op-88\/","title":{"rendered":"Schumann: Phantasiest\u00fccke op.88"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Robert Schumann<\/h3>\n\n\n\n<p>* 08. Juni 1810<br>\u2020 29. Juli 1856<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Phantasiest\u00fccke op.88<\/h3>\n\n\n\n<table class=\"wp-block-table\"><tbody><tr><td>Komponiert:<\/td><td>Leipzig, Skizze 6.-12., Ausarbeitung 15.-28. Dezember 1842<\/td><\/tr><tr><td>Widmung:<\/td><td>Sophie Petersen, geb. Petit<\/td><\/tr><tr><td>Erstausgabe:<\/td><td>Kistner, Leipzig, 1850<\/td><\/tr><\/tbody><\/table>\n\n\n\n<p>Schumanns legend\u00e4res erstes Kammermusikjahr &#8211; zwischen Juni 1842 und  Februar 1843 entstanden die drei Streichquartette, das Klavierquintett,  das Klavierquartett, die Fantasiest\u00fccke f\u00fcr Klaviertrio und zuletzt die  Variationen f\u00fcr zwei Klaviere, zwei Celli und Horn &#8211; mutet fast wie der  Beginn einer systematischen Erforschung des Reiches der Kammermusik an.  F\u00fcr einen Teil dieser Entdeckungsreise w\u00e4hlt Schumann den Weg der  schrittweisen Reduktion, auf dem er vom Quintett op.44 (September) \u00fcber  das Quartett op.47 (Oktober) zu seinem ersten Trioversuch (Dezember)  gelangt. Von der momumentalen Konzeption der beiden vorangegangenen  Werke ist in den Fantasiest\u00fccken nichts zu finden: sie folgen einem  Ansatz, den Schumann etwa in den Nachtst\u00fccken op.23 und den Vier  Clavierst\u00fccken op.32 schon verwirklicht hatte: eine locker gef\u00fcgte  vierteilige Suite, die den Gedanken an eine gro\u00dfr\u00e4umige zyklische  Architektur erst gar nicht aufkommen l\u00e4\u00dft. Hier tragen die S\u00e4tze die  \u00dcberschriften Romanze, Humoreske, Duett und Finale. Wie die  Streichquartette kreisen auch die Fantasiest\u00fccke um Schumanns  Lieblingstonartenpaar a-moll\/F-Dur. Der schlichte dramaturgische Ablauf  des Werkes ( &#8211; zweimal folgt auf ein liedhaftes St\u00fcck im Sechsachteltakt  ein Marschsatz &#8211; ) sollte nicht \u00fcber das Raffinement der Komposition  hinwegt\u00e4uschen. Auch das \u00fcber Jahre hinweg bewahrte Interesse des  Meisters an seinem Werk, das er im April 1849, kurz vor der Urauff\u00fchrung  des D-moll-Trios, noch einmal \u00fcberarbeitete, bevor er es 1850 im Druck  erscheinen lie\u00df, beweist, da\u00df Schumanns erster Versuch im Genre des  Klaviertrios keineswegs ein Gelegenheitswerk ist. Der lyrische Geist,  der in dem ganzen Werk deutlich vorherrscht, l\u00e4\u00dft uns mehr als einmal an  Eichendorff denken; und wenn Schumann uns in der A-Dur-Coda des letzten  St\u00fcckes in eine zauberhaft beleuchtete Claude-Lorrain-Landschaft  entf\u00fchrt, glauben wir uns vollends in diese poetische Traumwelt  versetzt: <br> <br> \u201e&#8230;die Sonne ging eben unter und bedeckte das ganze Land mit Glanz und  Schimmer, die Donau schl\u00e4ngelte sich pr\u00e4chtig wie von lauter Gold und  Feuer in die weite Ferne, von allen Bergen bis tief ins Land hinein  sangen und jauchzten die Winzer&#8230;&#8221; <br> <br> (Joseph von Eichendorff, Aus dem Leben eines Taugenichts)<br><\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align:right\">\u00a9 by Claus-Christian Schuster<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Robert Schumann * 08. Juni 1810\u2020 29. Juli 1856 Phantasiest\u00fccke op.88 Komponiert: Leipzig, Skizze 6.-12., Ausarbeitung 15.-28. Dezember 1842 Widmung: Sophie Petersen, geb. Petit Erstausgabe: Kistner, Leipzig, 1850 Schumanns legend\u00e4res erstes Kammermusikjahr &#8211; zwischen Juni 1842 und Februar 1843 entstanden die drei Streichquartette, das Klavierquintett, das Klavierquartett, die Fantasiest\u00fccke f\u00fcr Klaviertrio und zuletzt die Variationen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":{"0":"post-577","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","6":"category-klaviertrios-klavier-violine-und-violoncello","7":"entry"},"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"3.0.1","language":"en","enabled_languages":["de","en"],"languages":{"de":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"en":{"title":false,"content":false,"excerpt":false}}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/577","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=577"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/577\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":578,"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/577\/revisions\/578"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=577"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=577"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=577"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}