{"id":575,"date":"2019-02-13T17:42:41","date_gmt":"2019-02-13T16:42:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www2.altenbergtrio.at\/?p=575"},"modified":"2019-02-13T17:42:50","modified_gmt":"2019-02-13T16:42:50","slug":"schumann-trio-nr-3-g-moll-op-110","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/schumann-trio-nr-3-g-moll-op-110\/","title":{"rendered":"Schumann: Trio Nr.3, g-moll, op.110"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Robert Schumann<\/h3>\n\n\n\n<p>* 08. Juni 1810<br>\u2020 29. Juli 1856<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Trio Nr.3, g-moll, op.110<\/h3>\n\n\n\n<table class=\"wp-block-table\"><tbody><tr><td>Komponiert:<\/td><td>D\u00fcsseldorf, 2.-9. Oktober 1851<\/td><\/tr><tr><td>Widmung:<\/td><td>Niels Wilhelm Gade<\/td><\/tr><tr><td>Urauff\u00fchrung:<\/td><td>privat: D\u00fcsseldorf, 15. November 1851<br>\nClara Schumann (1819-1896), Klavier<br>\nJoseph von Wasielewski (1822-1896), Violine<br>\nChristian Reimers (1823-?), Violoncello<br>\n<br>\n\u00f6ffentlich: Leipzig, Gewandhaus, 21. M\u00e4rz 1852, Musicalische Morgen-Unterhaltung<br>\nClara Schumann, Klavier<br>\nFerdinand David (1810-1873), Violine<br>\nAndreas Grabau (1808-1884), Violoncello<br>\n<\/td><\/tr><tr><td>Erstausgabe:<\/td><td>Breitkopf &amp; H\u00e4rtel, Leipzig, 1852<\/td><\/tr><\/tbody><\/table>\n\n\n\n<p>Am 2. September 1850 treffen Robert und Clara Schumann mit ihren f\u00fcnf  Kindern aus Dresden kommend in D\u00fcsseldorf ein. Der neue Musikdirektor  wird ehrerbietig und herzlich empfangen, und er ist bereit, im Gegenzug  die provinzielle Enge seiner neuen Wirkungsst\u00e4tte, deren Musikleben sich  mit demjenigen Dresdens oder gar Leipzigs in keiner Weise messen kann,  geflissentlich zu \u00fcbersehen. Doch auch D\u00fcsseldorf, die letzte Station  von Schumanns sch\u00f6pferischem Leben, soll ihm nicht zur Heimat werden.<br> Die dreieinhalb Jahre bis zu jenem 4. M\u00e4rz 1854, an dem er mit seinem  Arzt und zwei W\u00e4rtern den Wagen nach Endenich besteigt, werden  traditionell als wehm\u00fctiger Epilog der Schumannschen Biographie gesehen.  Eine willk\u00fcrliche Auswahl der diesbez\u00fcglichen Kapitel\u00fcberschriften aus  der reichen Schumannliteratur mag das illustrieren: \u201eHerbstf\u00e4den\u201c  (Berthold Litzmann, 1905), \u201eDie Sonne sinkt\u201c (Walter Dahms, 1914), \u201eEs  wehet ein Schatten\u201c (Karl Laux, 1971)&#8230; <br> Die Geschichte von Schumanns Scheitern als Dirigent in D\u00fcsseldorf ist  oft genug beschrieben worden \u2013 und sie ist auch hinl\u00e4nglich minuti\u00f6s  dokumentiert. Wenn man sich aber der kompositorischen Ernte dieser  dreieinhalb Jahre zuwendet, bietet sich ein ganz anderes Bild. Nur  wenigen konkreten Untersuchungen steht eine \u00fcberw\u00e4ltigende F\u00fclle an  Pauschalbewertungen gegen\u00fcber \u2013 und fast immer herrscht der Ton  verst\u00e4ndnisvollen Bedauerns und entschuldigenden Mitgef\u00fchls vor. Ich  f\u00fcrchte, da\u00df trotz dieses wortreichen Bem\u00fchens das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr  Eigenart und Eigenwert der Schumannschen Sp\u00e4tstils noch nicht sehr weit  gediehen ist.<br> Dem allzuoft ungepr\u00fcft weitergegebenen Vorurteil, Schumanns  sch\u00f6pferische Kr\u00e4fte seien in diesen Jahren allm\u00e4hlich versiegt, ist  zun\u00e4chst eine simple und unleugbare Tatsache entgegenzuhalten: von den  knapp 200 Werken die Schumann in den rund 25 Jahren seiner  kompositorischen T\u00e4tigkeit geschrieben hat, ist fast ein Viertel \u2013 also  \u00fcberdurchscnhittlich viel \u2013 in der D\u00fcsseldorfer Zeit entstanden. Was nun  die Qualit\u00e4t dieser Werke anlangt, so t\u00e4te man wohl gut daran, die  \u00fcberkommenen Verdikte in jedem einzelnen Falle noch einmal nachzupr\u00fcfen.  Das kann nur h\u00f6rend geschehen \u2013 und vielleicht finden sich doch H\u00f6rer,  die die Bekanntschaft mit Schumanns letztem Klaviertrio dazu anregt,  auch die anderen Sp\u00e4twerke einer solchen kritischen \u00dcberpr\u00fcfung zu  unterziehen.<br> <br> Wir stehen am Beginn von Schumanns zweiter D\u00fcsseldorfer Saison. Erst vor  kurzem, Ende Juni 1851, hat die Familie endlich ein passendes und f\u00fcr  den l\u00e4rmempfindlichen Komponisten ausreichend ruhiges Quartier in der  K\u00f6nigsallee bezogen, dessen ger\u00e4umiger Musiksalon am 6. Juli mit einer  Auff\u00fchrung der Urfassung von \u201eDer Rose Pilgerfahrt\u201c (op.112) eingeweiht  worden ist. Wenig sp\u00e4ter brechen Clara und Robert zu einer  Vergn\u00fcgungsreise auf. <br> Die Parallelen zu dem neun Jahre zur\u00fcckliegenden \u201eKammermusikjahr\u201c 1842  sind un\u00fcbersehbar: Hatte damals eine Fahrt nach B\u00f6hmen \u2013 \u201edie sch\u00f6nste  u. heiterste, die ich je mit Klara gemacht\u201c \u2013 im August die Ouverture  zur Komposition der Opera 44, 47 und 88 gebildet, so ist es diesmal eine  Reise durch das Rheintal bis Basel und von da weiter nach Genf und zum  Montblanc (19. Juli bis 5. August \u2013 \u201eEs war die sch\u00f6nste Reise, die  Robert mit mir gemacht.\u201c), die der kammermusikalischen Saison vorangeht.  Und noch mehr als damals verbl\u00fcfft die Rasanz, mit der nach der  Heimkehr die Werke aus Roberts Feder flie\u00dfen: 12.-16. September \u2013 Erste  Violinsonate, a-moll, op.105; 2.-9. Oktober \u2013 Drittes Klaviertrio,  g-moll, op.110; 26. Oktober &#8211; 2. November \u2013 Zweite Violinsonate, d-moll,  op.121. Freilich sind das immer nur die Daten der Skizzierung,  vollst\u00e4ndige Ausarbeitung und Reinschrift folgen diesem ersten  Arbeitsgang aber jeweils auf dem Fu\u00df. <br> \u00dcber das G-moll-Trio lesen wir zuerst im Haushaltbuch: Den ersten vagen  \u201eCompositionsgedanken\u201c (1. Oktober) folgen schon am n\u00e4chsten Tag  konkretere \u201eTriogedanken\u201c, und bereits am 3. Oktober ist die Skizze des  Kopfsatzes beendet. Der folgende Tag meldet: \u201e2ter Satz. \u2013 Nach Benrath  mit Frl. Hartmann und Schlo\u00df.\u201c (Ist der Zwiegesang dieses Satzes  vielleicht gar von den beiden S\u00e4ngerinnen inspiriert?) Wie immer, wenn  Schumann im Schaffensrausch ist, versinkt die Welt rings um ihn: \u201e3ter  Satz. Freude. \u2013 Kr\u00e4nzchen b. Fr. Conitz vers\u00e4umt.\u201c (5. Oktober). Und  schon am 9. Oktober verk\u00fcndet das Haushaltbuch: \u201eZieml. fertig m. d.  letzten Satz des Trio.\u201c Bei all diesem Arbeitsfieber scheint Schumann  sich die ber\u00fchmten R\u00fcckert-Verse \u201eBlicke mir nicht in die Lieder!\u201c zum  Motto genommen zu haben, denn in Claras Tagebuch lesen wir:<br> <br> \u201eRobert arbeitet sehr flei\u00dfig an einem Trio f\u00fcr Klavier, Violine und  Violoncell, doch l\u00e4\u00dft er mich durchaus nichts davon h\u00f6ren, als bis er  ganz fertig ist \u2013 ich wei\u00df nur, da\u00df es aus G-moll geht.\u201c<br> (Tagebuch, 11. Oktober 1851)<br> <br> Doch sofort nach Abschlu\u00df der Arbeit bekommt Clara das neue Werk zu  Gesicht \u2013 und gleich auch unter die Finger. Am 27. Oktober vormittags  findet schon die erste Probe mit Joseph von Wasielewski und Christian  Reimers statt; Clara ger\u00e4t in Schw\u00e4rmerei:<br> <br> \u201eEs ist originell, durch und durch voller Leidenschaft, besonders das  Scherzo, das einen bis in die wildesten Tiefen mit fortrei\u00dft. Was ist es  doch Herrliches um einen so rastlos schaffenden gewaltigen Geist, wie  preise ich mich gl\u00fccklich, da\u00df mir der Himmel Verstand und Herz genug  gegeben hat, diesen Geist und dies Gem\u00fct so ganz zu erfassen. Oft  bef\u00e4llt mich eine hei\u00dfe Angst, wenn ich daran denke, welch gl\u00fcckliches  Weib ich bin vor Millionen andern, und dann frage ich oft den Himmel, ob  es auch nicht zuviel des Gl\u00fcckes ist. Was sind alle Schattenseiten, die  das materielle Leben mit sich bringt, gegen die Freuden und die  Wonnestunden, die ich durch die Liebe und die Werke meines Robert  genie\u00dfe!\u201c<br> (Tagebuch, 27. Oktober 1851)<br> <br> Schon einen Tag davor hat Robert die Komposition einer zweiten  Violinsonate (d-moll, op.121) begonnen, die er innerhalb weniger Tage  fertigstellt: Die beiden Zwillingswerke werden von Clara mit Wasielewski  und Reimers schon am 15. November im Schumannschen Musiksalon einer  Handvoll Freunde (Rosalie Leser, Mathilde Hartmann, Julius Tausch,  Albert Dietrich und Theodor Hildebrandt) vorgestellt. Da\u00df Clara diese  beiden schwierigen und anspruchsvollen Werke in so kurzer Zeit  konzertreif einstudieren konnte, wird noch bewundernswerter, wenn man  bedenkt, da\u00df sie nur zwei Wochen sp\u00e4ter (am 1. Dezember) ihr siebentes  Kind (Eugenie) geb\u00e4ren sollte.<br> Zwei Tage nach dieser privaten Urauff\u00fchrung bietet ein Besuch des  Geigers Otto von K\u00f6nigsl\u00f6w noch einmal willkommenen Anla\u00df, die neuen  Werke wieder vorzunehmen. (Vier Jahre sp\u00e4ter wird der Gast in Prag an  der Urauff\u00fchrung eines anderen G-moll-Trios beteiligt sein: desjenigen  von Bedrich Smetana&#8230;)<br> <br> Claras Enthusiasmus f\u00fcr die neuen Kammermusikwerke ihres Mannes hat gute  Gr\u00fcnde. Die drei Werke des Herbstes 1851 bezeugen auf faszinierende  Weise, wie unbeirrt und zielstrebig Schumann seine kammermusikalischen  Konzepte weiterentwickelt. Op.105 und op.110 erscheinen dabei wie  schrittweise Ann\u00e4herungen an eine Aufgabe, die in op.121 monumental und  beispielhaft gel\u00f6st wird. Vielleicht ist es kein Zufall, da\u00df die beiden  erstgenannten Werke in der Dominant- bzw. Subdominant-Tonart des Opus  121 stehen, dessen Trabanten sie gewisserma\u00dfen sind. Das Opus 105 \u2013 mit  Abstand das meistgespielte der drei Werke \u2013 wirkt in diesem Kontext wie  ein Pr\u00e4ludium: viele der f\u00fcr die beiden nachfolgenden Opera bestimmenden  Z\u00fcge sind schon hier pr\u00e4sent, aber in bedeutend kleinerem Ma\u00dfstab. Der  Mittelsatz des dreis\u00e4tzigen Werkes vereinigt auf engstem Raum liedhafte  und t\u00e4nzerische Elemente, ist also langsamer Satz und Scherzo zugleich.  Damit wird hier eine auch f\u00fcr die Folgewerke bedeutsame Aufgabe in  Angriff genommen: die Entwicklung dramaturgisch tragf\u00e4higer Modelle f\u00fcr  die Beziehung der Mittels\u00e4tze innerhalb des Werkganzen, eines der  schwierigsten Probleme der nachklassischen Mehrs\u00e4tzigkeit, das Schumann  in nicht geringerem Ma\u00dfe besch\u00e4ftigte als Beethoven vor und Brahms nach  ihm. <br> <br> Unser Opus 110 n\u00e4hert sich dieser Aufgabe auf ganz andere Weise: An die  Stelle eines vieldeutigen, miniaturhaften Mittelsatzes treten hier zwei  S\u00e4tze von epischer Breite und F\u00fclle, die \u2013 jeder auf seine  unverwechselbare Art \u2013 der angestrebten Mehrdeutigkeit und  Beziehungsvielfalt der Mittels\u00e4tze gen\u00fcgen. Die Wiederherstellung der  Viers\u00e4tzigkeit ist  keine bedingungslose R\u00fcckkehr zur traditionellen  Satzfolge (langsamer Satz \u2013 Scherzo), sondern ein subtiler und  origineller Versuch, die Binnens\u00e4tze inniger mit den Ecks\u00e4tzen zu  verbinden: Die dramatische Mittelepisode des dreiteiligen zweiten Satzes  nimmt Elemente und Charaktere aus Durchf\u00fchrung und Coda des Kopfsatzes  auf, w\u00e4hrend das lyrische erste Trio des dritten Satzes in extenso im  Finale wiederkehren wird. Schumann schafft auf diese Weise eine  motivische und inhaltliche Permeabilit\u00e4t zwischen jeweils zwei  benachbarten S\u00e4tzen, ohne freilich die Grunddramaturgie der  Viers\u00e4tzigkeit in Frage zu stellen. (In der unmittelbar folgenden  zweiten Violinsonate wird Schumann in genialer Weise mit den  M\u00f6glichkeiten der Verschwisterung der beiden Mittels\u00e4tze  experimentieren.)<br> <br> Der erste Satz des Werkes (Bewegt, doch nicht zu rasch) ist von  ungew\u00f6hnlich gro\u00dfer Geschlossenheit, die zu nicht geringem Teil durch  die Dominanz eines ambivalenten rhythmischen Motivs erreicht wird  (punktierte Achtel gefolgt von drei Sechzehnteln \u2013 eine Formulierung,  die sich wahlweise als Dreiachtel- oder als Sechssechzehntelgruppe  verstehen l\u00e4\u00dft). Es ist die f\u00fcr Schumanns Sp\u00e4twerk typische Omnipr\u00e4senz  solcher rhythmischer Gestalten, die vielen Kritikern \u201epeinlich\u201c  erscheint, in Wahrheit aber nur die organische Koh\u00e4renz eines \u00fcberaus  vielschichtigen Satzgebildes ausdr\u00fcckt. Auch die innige Verwandtschaft  der einzelnen thematischen Zellen (so etwa der emblematische steigende  Halbtonschritt zu Beginn von Haupt- und Seitenthema) ist durch die  gleichsam vegetative Vielfalt der motivischen Ver\u00e4stelungen bedingt und  begr\u00fcndet: Es bedarf durchaus solcher vereinheitlichenden Elemente, um  die F\u00fclle des Materials zusammenzuhalten, ohne den assoziativen Flu\u00df der  Phantasie zu behindern.<br> Die Anwendung solcher Strategien ist auch f\u00fcr einen Meister nicht  gefahrlos. Doch Schumann gelingt es nicht nur, der hinter der  Vereinheitlichung lauernden Gefahr der Monotonie mit spielerischer  Sicherheit zu entgehen, er versteht es auch, diesem riskanten Spiel neue  Gestaltungsm\u00f6glichkeiten abzugewinnen. So erzielt er die st\u00e4rkste  Wirkung, wenn er im Zentralteil der Durchf\u00fchrung die zusammenfassenden  Hintergrundelemente j\u00e4h zum Verstummen bringt und den Zuh\u00f6rer in einer  phantastisch bizarren Klanglandschaft alleine l\u00e4\u00dft: Das irritierende und  faszinierende Gespinst von Pizzicato-, Arco-, Legato- und  Staccato-Effekten, das uns hier umf\u00e4ngt, geh\u00f6rt ohne Zweifel zu den  gro\u00dfartigsten Trouvaillen der gesamten Klaviertrioliteratur.<br> Das den ganzen Satz \u00fcbrigen Satz durchpulsende Wogen steigert sich in  der Coda (Bewegter) zu leidenschaftlichster Intensit\u00e4t, bevor es  unvermittelt abbricht und verebbt \u2013 auch das ein Moment von unerh\u00f6rter  Eigenart und Meisterschaft, der ferne und fl\u00fcchtige Erinnerungen an die  Verfremdungen der Durchf\u00fchrung wachruft.<br> <br> Der erste der beiden Mittels\u00e4tze (Ziemlich langsam, Es-Dur) ist in  seinem ruhigen Hauptteil ein inniger Zwiegesang zwischen den  Streichinstrumenten, der den sch\u00f6nsten Vokalduetten Schumanns an die  Seite gestellt werden darf ( \u2013 das in der gleichen Tonart stehende \u201eIch  bin dein Baum\u201c op.101 Nr.3 ist auch zeitlich nicht allzuweit entfernt \u2013 )  und in den ganz zuletzt auch das Klavier nachtr\u00e4umend einstimmt. Der  unruhig dr\u00e4ngende, gleichsam mit den Hufen scharrende Mittelteil, unter  dessen Ansturm sich der Puls des Satzes fiebrig beschleunigt, steht zu  seiner Umgebung in gr\u00f6\u00dftm\u00f6glicher dramatischer Spannung. Obwohl  sich  hier in Textur und Motivik unschwer Beziehungen zu dem vorangegangenen  Satz ausmachen lassen, ist doch auch der thematische Zusammenhalt  innerhalb des Satzes souver\u00e4n gewahrt.<br> <br> Im folgenden Scherzo (Rasch, c-moll) k\u00f6nnte man, andeutungsweise und in  k\u00fchner Verzerrung, ferne motivische Ankl\u00e4nge an den zweiten Satz der ein  Jahr fr\u00fcher entstandenen Rheinischen Symphonie (Es-Dur, op.97)  ausnehmen. Da\u00df dieser Satz in Schumanns Imagination zur fraglichen Zeit  lebendig war, l\u00e4\u00dft sich am Finale der Violinsonate op.105 beweisen. Doch  wie hat sich das Bild gewandelt! Wo die Symphonie sich in  gem\u00fctlich-sonnigem Dreivierteltakt wiegt, hastet das dreimal  wiederkehrende Ritornell dieses Satzes in einem immer wieder \u00fcber  synkopierte Akzente stolpernden Zweivierteltakt dahin; ein schon in der  Durchf\u00fchrung des ersten Satzes drohend aufleuchtendes Blitzmotiv kommt  hier zu voller gewittriger Geltung \u2013  ein unwirtlicher Herbstregen  peitscht uns ins Gesicht. Um so willkommener sind die beiden Episoden,  die das st\u00fcrmische Geschehen unterbrechen: Die erste (C-Dur) wandelt in  verlangsamtem Tempo ein in allen drei Klaviertrios vorkommendes Motiv   ab, und zwar in jenem wundervoll lyrischen Parlando, das Schumann wohl  f\u00fcr seine Opernprojekte vorgeschwebt ist, und das wir an den innigsten  Stellen seiner Vokalsymphonik wiederfinden. Die das Grundtempo  beibehaltende zweite Episode (As-Dur) entf\u00fchrt uns mit einem punktierten  Reitermotiv in die altvertraute M\u00e4rchenwelt  einer k\u00f6niglichen Jagd (\u2013  die Analytiker werden in dem hier verwendeten Material aber unschwer das  Incipit des langsamen Satzes wiedererkennen). <br> <br> Schon die \u00dcberschrift des Finales (Kr\u00e4ftig, mit Humor, G-Dur) steht in  un\u00fcberbr\u00fcckbarem, wirklich \u201epeinlichem\u201c Widerspruch zu der sorgsam  geh\u00fcteten Ikone des verd\u00fcsterten und gr\u00fcblerischen D\u00fcsseldorfer  Meisters, der nur noch den geeigneten Augenblick abwarten mu\u00df, um Lenaus  Schicksal teilen zu d\u00fcrfen. Kein Wunder also, da\u00df die hellsichtige  Musikwissenschaft den fadenscheinigen T\u00e4uschungsversuch dieser  Schumannschen Satzbezeichnung m\u00fchelos durchschauen konnte: der Satz ist  \u201egequ\u00e4lt\u201c und leidet an \u201eGeschw\u00e4tzigkeit\u201c (P. und W. Rehberg, 1954),  sein Humor bestenfalls \u201eledern\u201c (ibidem),  \u201eschwarz\u201c (B. Smallman, 1990)  oder gar \u201egewaltsam\u201c (A. Beaujean, 1997). Etwas anders freilich h\u00f6rt  sich der Satz an, wenn er nicht mit dem H\u00f6rrohr aus Endenich verfolgt  wird. <br> Der urw\u00fcchsige, aber durchaus nicht brachiale \u00dcbermut der vier  Sextintervalle des Incipits animiert alle drei Instrumente zu  waghalsigen Capriolen. Die pittoreske und rasch wechselnde Szenerie  scheint uns in die weit zur\u00fcckliegende Welt der Hottentottiana des  Studenten Robert Schumann zu entf\u00fchren: finden sich hier nicht alle  Fidelit\u00e4ten, Knillit\u00e4ten und Studentenextremit\u00e4ten, die die Seiten  dieses ganz im Geiste Jean Pauls skizzierten Tagebuches f\u00fcllten? Und  wenn schon dort die Form eines \u201eordentlichen\u201c Lebensberichtes gesprengt  werden mu\u00dfte, so m\u00fcssen auch hier die biederen Konventionen von  Sonatensatz und Rondo achselzuckend abdanken: Mit herrlicher  Unbek\u00fcmmertheit wirft der Satz auf engstem Raum alle m\u00f6glichen  Formelemente durch- und \u00fcbereinander \u2013 und schlie\u00dflich allesamt \u00fcber den  Haufen. Hier haben wir es aber nicht etwa mit einem ausgekl\u00fcgelten  \u201eFormexperiment\u201c zu tun; die unmittelbarste und dr\u00e4ngendste Lebensf\u00fclle  schafft sich ihr eigenes Flu\u00dfbett, an dessen Ufern der ordnungsliebende  Analytiker nur kopfsch\u00fcttelnd verweilen kann. Die krause Formel, die er  in dem unb\u00e4ndigen Dahinstr\u00f6men erkennen mag, kann seine Ratlosigkeit nur  noch erh\u00f6hen: ABACA | DED FGF | Durchf\u00fchrung | ABACA (= Reprise) |  Coda. <br> Die Episoden B (Klavier, C-Dur) und C (Streicher, e-moll) sind eng  verwandt und bilden zusammen mit dem Ritornell (A) den rondoartigen Kern  des Satzes, der um zwei ausgedehnte dreiteilige Episoden erweitert  wird: In der ersten dieser Episoden begegnen wir im Hauptteil (D, D-Dur)  einem lieben, alten Bekannten (dem lyrischen, ersten Trio aus dem  Scherzo), w\u00e4hrend ihr Mittelteil (E) die ritterlichen Punktierungen des  zweiten Trios von ebendort launig paraphrasiert. Mit diesem Element ist  ein Ton angeschlagen, der die darauffolgende Episode zu fabulierender  Fortspinnung anregt: Der hier anklingende Milit\u00e4rmarsch (F, g-moll)  f\u00fchrt uns geradenwegs in die humoristische Soldatenpoesie von M\u00f6rikes  \u201eTambour\u201c (\u201eWenn meine Mutter hexen k\u00f6nnt\u00b4&#8230;\u201c) \u2013 oder ist es nur die  N\u00e4he der Hugo Wolfschen Vertonung dieses Gedichtes, die uns das glauben  macht? Jedenfalls stimmt auch der Mittelteil dieser Episode (G)  erstaunlich gut zu diesen Versen (M\u00f6rike-Wolf: \u201eAch weh! Jetzt hat der  Spa\u00df ein End\u00b4&#8230;\u201c). Und eine Ende hat der Spa\u00df ja gewisserma\u00dfen  auch  hier, weil Schumann n\u00e4mlich an dieser Stelle das ungeb\u00e4rdige erste Thema  mit unverhohlener Schadenfreude in die strenge Schule des Kontrapunktes  schickt. Freilich ist das sp\u00f6ttische Fugato, das sich daraus ergibt,  von nur sehr kurzer Dauer \u2013 ganz offensichtlich ist das Thema nicht reif  f\u00fcr die Schule. Wenn uns dann, am Ende der \u201eReprise\u201c, die Coda in einen  schwindelerregenden und immer toller werdenden Tanz entf\u00fchrt, in dem  das bedrohliche \u201eBlitzmotiv\u201c aus dem ersten und dritten Satz in  neckischem \u00dcbermut zerst\u00e4ubt wird, mu\u00df auch die letzte Hoffnung auf eine  schulmeisterliche B\u00e4ndigung dieses schwererziehbaren Satzes schwinden:  In den befreienden Jubel, der uns zum Schlu\u00df das Leitmotiv der  Schumannschen Trios (D) noch einmal in unfa\u00dfbaren Synkopierungen  vorf\u00fchrt, k\u00f6nnen wir nur bewundernd einstimmen.<br> <br> Mit der gleich im Anschlu\u00df an das Trio komponierten zweiten Violinsonate  vollendet Schumann die kammermusikalische Triade dieses Herbstes.  Wenige Wochen sp\u00e4ter stellt er in einem Brief an Richard Pohl  illusionslos fest:<br> \u201eIch bin daran gew\u00f6hnt, meine Compositionen, die besseren und tieferen  zumal, auf das erste H\u00f6ren vom gr\u00f6\u00dften Teil des Publikums nicht  verstanden zu sehen.\u201c<br> (Brief vom 7. Dezember 1851)<br> <br> Doch \u2013 entgegen der \u00dcberzeugung vieler Schumannbiographen \u2013 l\u00e4hmt diese  Erkenntnis seine Schaffenskraft nicht. Schumanns Wille und F\u00e4higkeit,  den eingeschlagenen Weg weiterzugehen, werden auch durch die schweren  Belastungen, denen sein K\u00f6rper und Geist durch die fortschreitende  Krankheit  zweifellos ausgesetzt sind, nicht gebrochen. Nach einer nur   kurzen, durch Krankheit erzwungenen Pause entstehen schon zwischen Ende  Dezember und Anfang M\u00e4rz als symphonisches Pendant zu der  kammermusikalischen Trilogie drei Werke mit Orchester: die Ouverture zu  Goethes \u201eHermann und Dorothea\u201c (op.136), die sp\u00e4ter Johannes Brahms  gewidmete Ballade \u201eDes S\u00e4ngers Fluch\u201c nach Uhland (op.139) und die  lateinische Messe (op.147) \u2013 aber die Nachwelt wird unbeirrt von einem  \u201eNachlassen der Schaffenskraft\u201c und vom \u201eVersiegen des Borns\u201c faseln. <br> Am 5. M\u00e4rz 1852, dem Tag, an dem die Messe beendet wird, reisen Clara  und Robert zu Konzerten nach Leipzig. Es ist der erste \u201eHeimaturlaub\u201c  seit der \u00dcbersiedlung nach D\u00fcsseldorf. Im Quartier ihrer Leipziger  Gastgeber, des Ehepaars Preu\u00dfer, wird fast jeden Vormittag im  Freundeskreis musiziert, wobei die neuen Kammermusikwerke (die beiden  Violinsonaten und unser Trio) oft im Mittelpunkt stehen. Claras Partner  sind dabei Ferdinand David und Andreas Grabau. In dieser Besetzung wird  das Trio zun\u00e4chst an Hausmusikabenden dem Verleger Hermann H\u00e4rtel (10.  M\u00e4rz) und dem Mitglied des Gewandhaus-Direktoriums Hermann Petschke (12.  M\u00e4rz) vorgef\u00fchrt. Und der Komponist ist diesmal mit den Leistungen  seiner Frau mehr als zufrieden: \u201eHerrliches Spiel von Klara\u201c und \u201eganz  vortrefflich\u201c vermerkt Schumann an diesen beiden Abenden \u2013 alles andere  als eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit: gerade in j\u00fcngster Vergangenheit hat  Roberts herbe, ja zerst\u00f6rerische Kritik Clara sehr zu schaffen gemacht. <br> Bei den Morgenmusiken im Preu\u00dferschen Hause kommt es am 15. M\u00e4rz  \u00fcbrigens zu einer der pittoresken Begegnungen zwischen Franz Liszt und  dem Ehepaar Schumann:<br> \u201eIch spielte Liszt Roberts G-moll-Trio vor, und dann spielten wir  Mendelssohns vierh\u00e4ndiges Allegro [op.92]&#8230; Das Allegro war furchtbar  anzuh\u00f6ren; die jungen Leute aber, deren viele da waren, waren ganz  entz\u00fcckt! Liszt am Klavier, wenn er animiert ist, ist wohl ein genialer  Anblick, aber eben nur ein Anblick war\u00b4s. Musik nicht mehr, sondern wie  d\u00e4monisches Sausen und Brausen.\u201c<br> <br> Die Leipziger \u00d6ffentlichkeit kann das Opus 110 wenige Tage danach, am  21. M\u00e4rz, in einer sonnt\u00e4glichen Benefiz-Matin\u00e9e des Gewandhauses  kennenlernen, wo es den Abschlu\u00df des Programms bildet, das mit der  ersten Violinsonate (op.105) er\u00f6ffnet wird. Am Morgen das n\u00e4chsten Tages  reisen Robert und Clara ab. Robert Schumann wird Leipzig, die Stadt, in  der er den gr\u00f6\u00dften Teil seines sch\u00f6pferischen Lebens verbracht hat, nie  mehr wieder sehen.<br> <br> Bald nach Schumanns Abreise erscheint das Trio mit einer Widmung an  Niels Wilhelm Gade im Druck. Wie sehr Schumann den d\u00e4nischen  Komponisten, der 1844 unschuldiger Anla\u00df f\u00fcr seinen Weggang aus Leipzig  war, gesch\u00e4tzt hat, und wie wenig die Bevorzugung Gades als Dirigent des  Gewandhausorchesters ihre Freundschaft ber\u00fchrt hat, ist an manchen  Einzelheiten ablesbar. Im Abschiedskonzert der Schumanns im Leipziger  Gewandhaus (8. Dezember 1844) ist Gade der Bratschist in der  Urauff\u00fchrung von Schumanns Klavierquartett op.47; im Nordischen Lied des  Albums f\u00fcr die Jugend (op.68) setzt Schumann seinem Freunde mit der  Verwendung der Tonchiffre GADE ein diskretes Denkmal; und gleich im  ersten Konzert, das Schumann als Musikdirektor in D\u00fcsseldorfer leitet  (24. Oktober 1850), f\u00fchrt er Gades Kantate \u201eComala\u201c (nach Ossian) auf,  die ihn gerade zur Zeit der Entstehung seiner eigenen vokalsymphonischen  Werke besonders interessieren mu\u00df. Im selben Jahr widmet Gade, der in  der Zwischenzeit aus Leipzig nach Kopenhagen zur\u00fcckgekehrt ist, Schumann  seine zweite Violinsonate (d-moll, op.21). Die Zueignung des Opus 110  kann als eine Antwort darauf verstanden werden. Noch w\u00e4hrend der  Eskalation des Streites um seine Orchesterleitung konnte Schumann am 30.  Dezember 1852 Gades \u201eFr\u00fchlingsphantasie\u201c op.23 mit Clara als Solistin  auff\u00fchren.<br>  <br> Am Nachmittag des 4. Oktober 1853 findet in der Bilker Stra\u00dfe ein  Hauskonzert statt. Wichtigster Gast ist der neueste Freund des Ehepaars  Schumann: Johannes Brahms. Die Phantasie in d-moll (Largo und Allegro)  f\u00fcr Klaviertrio, die Brahms hier auff\u00fchrt, beeindruckt den Gastgeber so  sehr, da\u00df er ihre Ver\u00f6ffentlichung als Opus 1 vorschl\u00e4gt. Auch Schumanns  op.110 wird an diesem Nachmittag gespielt. Vielleicht ist es die  Begegnung mit diesem Meisterwerk, die Brahms an seinem eigenen Opus  zweifeln l\u00e4\u00dft. Jedenfalls verschwindet schon bald danach die Phantasie  aus unserem Gesichtsfeld \u2013 und Brahms beginnt die Arbeit an seinem  H-Dur-Trio.<br> <br> Der in Br\u00fcnn geborene amerikanische Musikwissenschaftler und Cellist  Robert Schauffler (1879-1964) hat \u2013 vielleicht als einziger \u2013 bemerkt,  da\u00df Robert Schumann mit seinem letzten Klaviertrio in der Freiheit und  Unabh\u00e4ngigkeit der instrumentalen Behandlung dem ihm vorschwebenden  kammermusikalischen Ideal am n\u00e4chsten gekommen sei. Diese Erkenntnis  wird (und soll) das eindeutige Verdikt des Publikums, das sich schon  immer das D-moll-Trio (op.63) zum Liebling erkoren hat, nicht  beeinflussen; wenn sie nur dazu beitr\u00e4gt, den Weg Schumanns in seinen  letzten Lebensjahren nicht als Irrrweg zu betrachten, ist schon viel  gewonnen.<br><\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align:right\">\u00a9 by Claus-Christian Schuster<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Robert Schumann * 08. Juni 1810\u2020 29. Juli 1856 Trio Nr.3, g-moll, op.110 Komponiert: D\u00fcsseldorf, 2.-9. Oktober 1851 Widmung: Niels Wilhelm Gade Urauff\u00fchrung: privat: D\u00fcsseldorf, 15. November 1851 Clara Schumann (1819-1896), Klavier Joseph von Wasielewski (1822-1896), Violine Christian Reimers (1823-?), Violoncello \u00f6ffentlich: Leipzig, Gewandhaus, 21. M\u00e4rz 1852, Musicalische Morgen-Unterhaltung Clara Schumann, Klavier Ferdinand David (1810-1873), [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":{"0":"post-575","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","6":"category-klaviertrios-klavier-violine-und-violoncello","7":"entry"},"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"3.0.1","language":"en","enabled_languages":["de","en"],"languages":{"de":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"en":{"title":false,"content":false,"excerpt":false}}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/575","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=575"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/575\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":576,"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/575\/revisions\/576"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=575"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=575"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=575"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}