{"id":567,"date":"2019-02-13T17:39:36","date_gmt":"2019-02-13T16:39:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www2.altenbergtrio.at\/?p=567"},"modified":"2019-02-13T17:39:45","modified_gmt":"2019-02-13T16:39:45","slug":"schubert-trio-es-dur-op-100-d-929","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/schubert-trio-es-dur-op-100-d-929\/","title":{"rendered":"Schubert: Trio Es-Dur op.100\/D 929"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Franz Schubert<\/h3>\n\n\n\n<p>* 31. J\u00e4nner 1797<br>\u2020 19. November 1828<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Trio Es-Dur op.100\/D 929<\/h3>\n\n\n\n<table class=\"wp-block-table\"><tbody><tr><td>Komponiert:<\/td><td>Wien (I., Tuchlauben 14), November 1827<\/td><\/tr><tr><td>Urauff\u00fchrung:<\/td><td>26. Dezember 1827, Wien, Musikverein (I., Tuchlauben 12) <br>\nCarl Maria von Bocklet (1801-1881), Klavier <br>\nIgnaz Schuppanzigh (1776-1830), Violine <br>\nJoseph Linke (1783-1837), Violoncello <br>\n<\/td><\/tr><tr><td>Erstausgabe:<\/td><td>Probst, Leipzig, Oktober\/November 1828<\/td><\/tr><\/tbody><\/table>\n\n\n\n<p>Dieses Trio ist so sehr Allgemeingut aller Kammermusikliebhaber, da\u00df  es \u00fcberfl\u00fcssig erscheint, an dieser Stelle noch einmal Satz f\u00fcr Satz des  Werkes zu besprechen. Aber eine &#8220;Detailfrage&#8221;, die dennoch prinzipielle  Bedeutung hat, dr\u00e4ngt sich bei der Auff\u00fchrung dieses Werkes immer  wieder auf: die nach der &#8220;g\u00fcltigen&#8221; Fassung des letzten Satzes. Wenn  hier, abweichend vom Herkommen, der Raum einer &#8220;Werkeinf\u00fchrung&#8221; zur  Diskussion einer solchen Frage verwendet wird, ist das, wie ich hoffe,  dadurch gerechtfertigt, da\u00df bei dieser Gelegenheit allgemeine Probleme  der komplexen Beziehung Autor\/Werk\/Interpret ber\u00fchrt werden, die weder  dem H\u00f6rer noch dem Ausf\u00fchrenden gleichg\u00fcltig sein d\u00fcrften. Vor allem  soll aber unsere einsame Entscheidung f\u00fcr den ungek\u00fcrzten Text unter  Respektierung aller urspr\u00fcnglich von Schubert vorgesehenen  Wiederholungen begr\u00fcndet werden. Da\u00df wir uns damit gegen eine allgemein  respektierte Tradition stellen, beunruhigt uns wenig. Denn Gustav  Mahlers zorniger Ausruf: &#8220;Was ihr euere Tradition nennt, das ist nichts  anderes als euere Bequemlichkeit und Schlamperei!&#8221; hat, trotz aller  &#8220;Urtextausgaben&#8221;, noch immer traurige G\u00fcltigkeit. <br> <br> <strong><em>Schubert, gegen ihn selbst verteidigt<\/em><\/strong> <br> <br> Schuberts Es-Dur-Trio ist wohl das monumentalste Werk der gesamten  Klaviertrioliteratur &#8211; nicht nur in Hinblick auf seine Ausdehnung, die  wahrhaft symphonische Ma\u00dfe erreicht, sondern auch in Bezug auf die  Vielschichtigkeit und den Reichtum des darin ausgebreiteten thematischen  und gedanklichen Materials. Doch es scheint das Schicksal solcher  Monumente zu sein, von Zerst\u00f6rung und Entstellung in h\u00f6herem Ma\u00dfe  bedroht zu sein als Werke bescheideneren Zuschnitts. Wenn aber in fast  allen vergleichbaren F\u00e4llen die st\u00f6renden Eingriffe und Ver\u00e4nderungen  dem Unverst\u00e4ndnis nachfolgender Generationen oder der Widrigkeit  historischer Umst\u00e4nde zuzuschreiben sind, so finden wir hier, mit  respektvollem Staunen, an der Wurzel des \u00dcbels den Autor selbst. Nun ist  zwar der Sch\u00f6pfer als Bedrohung f\u00fcr das von ihm geschaffene Werk keine  Neuheit &#8211; wieviele geniale Entw\u00fcrfe und Pl\u00e4ne wurden nicht von ihren  V\u00e4tern zutode &#8220;verbessert&#8221; ( &#8211; Balzacs Meister Frenhofer bleibt das  wahrscheinlich einpr\u00e4gsamste Paradigma dieser Trag\u00f6die). Hier liegt  jedoch der Fall etwas anders: Nicht in der Absicht, sein Werk zu  verbessern, hat Schubert sich an ihm vers\u00fcndigt &#8211; sondern, ganz  schlicht, aus Nachgiebigkeit und Gef\u00e4lligkeit gegen\u00fcber seinen Freunden  und R\u00fccksicht auf &#8220;das Publikum&#8221;. Da\u00df seine Freunde ihn wohl in der  allerbesten Absicht so schlecht beraten haben m\u00f6gen, macht das Unheil  nicht kleiner; und auch da\u00df Schubert durch die hier bewiesene joviale  Umg\u00e4nglichkeit uns als Mensch vielleicht noch sympathischer wird,  entsch\u00e4digt uns nur sehr unvollkommen. Um Schuberts Vorgangsweise zu  verstehen, ist es hilfreich, sich den h\u00fcrdenreichen Weg von der  Komposition bis zur Drucklegung des Werkes vor Augen zu halten. Es  handelt sich um das einzige zu Schuberts Lebzeiten au\u00dferhalb \u00d6sterreichs  gedruckte Werk. <br> <br> <em>November 1827: Komposition des Klaviertrios Es-Dur D 929. Im zweiten  Satz verwendet Schubert charakteristische Wendungen aus dem schwedischen  Volkslied &#8220;Se solen sjunker&#8221; (&#8220;Sieh&#8217; die Sonne untergehen&#8230;&#8221;), das er  Anfang des Monats von Isaak Albert Berg bei den Schwestern Fr\u00f6hlich  vorgetragen geh\u00f6rt hat, als Grundlage des thematischen Materials. <br> 26. Dezember 1827: Urauff\u00fchrung des Werkes in einer Soiree des  Schuppanzigh-Quartetts im damaligen Saal des Wiener Musikvereins  (Tuchlauben 12)(Carl Maria von Bocklet, Klavier, Ignaz Schuppanzigh,  Violine, Josef Linke, Violoncello) <br> 9. Februar 1828: Die Verlage Schott\/Mainz und Probst\/Leipzig bitten  (unabh\u00e4ngig voneinander) Schubert, ihnen Werke zur Ver\u00f6ffentlichung zu  \u00fcberlassen. <br> 21. Februar 1828: Schuberts Antwort an Schott. Unter den 10 angebotenen Werken nimmt das Trio die erste Stelle ein. <br> 29. Februar 1828: Schott fordert 8 der offerierten Werke, darunter das Trio an. <br> 26. M\u00e4rz 1828: In Schuberts &#8220;Privat-Konzert&#8221; an Beethovens erstem  Todestag wird das Trio wieder mit gro\u00dfem Erfolg im Wiener Musikverein  gespielt (Carl Maria von Bocklet, Klavier, Josef Michael B\u00f6hm, Violine,  Josef Linke, Violoncello) <br> 10. April 1828: In Briefen an Schott und Probst berichtet Schubert vom  Erfolg des Trios; er sagt Schott die \u00dcberlassung des Werkes zu. <br> 15. April 1828: Probst bittet dringend um die Rechte f\u00fcr das Trio und \u00fcbersendet gleich das Honorar. <br> 28. April 1828: Schott erkl\u00e4rt sich au\u00dferstande, das &#8220;wahrscheinlich gro\u00dfe&#8221; Trio zu \u00fcbernehmen. <br> 10. Mai 1828: Schubert nimmt das Angebot von Probst an. In seinem  Schreiben weist er ausdr\u00fccklich auf die inzwischen vorgenommenen  K\u00fcrzungen hin (und fordert, sie &#8220;aufs genaueste zu beobachten&#8221;). <br> 18. Juli 1828: Probst best\u00e4tigt den Empfang der Druckvorlage und bittet um Zuteilung einer Opus-Nummer und etwaigen Widmung. <br> 1. August 1828: Schubert verf\u00fcgt: &#8220;Das Opus des Trio ist 100. Ich  ersuche, da\u00df dieAuflage fehlerlos ist, und sehe derselben mit Sehnsucht  entgegen. Dedicirt wird dieses Werk Niemandem au\u00dfer jenen, die Gefallen  daran finden.&#8221; <br> 2. Oktober 1828: Schubert fragt Probst nach dem Erscheinen des Trios und  bietet ihm gleichzeitig neue Werke (darunter die letzten drei  Klaviersonaten und das Streichquintett) an. <br> 6. Oktober 1828: Probst best\u00e4tigt, Stich und Korrektur des Trios seien abgeschlossen. <br> 19. November 1828: Tod Schuberts. <br> 11. Dezember 1828: Artaria meldet das Eintreffen des Erstdruckes von op.100 in Wien.<\/em> <br> <br> <br> Das die Fakten, soweit sie sich aus den Quellen rekonstruieren lassen.  Dahinter steht freilich eine Auseinandersetzung, die den bitteren Ernst  des oftzitierten Bonmots von Schuberts &#8220;zu langen&#8221; Werken und den &#8220;zu  kurzen&#8221; Zuh\u00f6rern offenlegt. Es sieht ganz so aus, als habe Schubert den  \u00fcberraschenden R\u00fcckzieher Schotts (wohl nicht zu Unrecht) auf die  ungewohnte L\u00e4nge des Werkes zur\u00fcckgef\u00fchrt und nach dieser schmerzlichen  \u00dcberraschung, dem Dr\u00e4ngen der Freunde nachgebend, den letzten (und  l\u00e4ngsten) Satz in der bekannten Weise gek\u00fcrzt: Die Wiederholung der  Exposition wurde ebenso gestrichen wie zwei je 50 Takte lange Episoden  der Durchf\u00fchrung; der Satz verlor auf diese Weise etwa ein Drittel  seiner Ausdehnung. <br> <br> Nun h\u00e4tte Schubert wissen k\u00f6nnen, da\u00df aus einer Kathedrale keine  Dorfkirche wird, wenn man die Apsis abbricht. Doch eben dieser Umstand  dient vielen Apologeten der Schubertschen Verst\u00fcmmelung als Argument:  wenn Plan und Entwurf des Ganzen auch noch in der gek\u00fcrzten Fassung  erkennbar bleiben, so habe der Eingriff keinen Schaden angerichtet,  sondern eben nur &#8220;gestrafft&#8221;. <br> <br> Wer sich allerdings auch nur etwas eingehender mit der Anlage des Werkes  vertraut macht, wird bald einsehen, da\u00df die Schubert aufgeschwatzten  K\u00fcrzungen fatal sind: Erst durch sie entsteht der Eindruck von &#8220;L\u00e4ngen&#8221;,  weil Proportion und Ablauf des kr\u00f6nenden und beschlie\u00dfenden Satzes  empfindlich gest\u00f6rt sind. Man erinnere sich daran, wie sehr Aussage und  Wirkung der ber\u00fchmten Vatikanischen Laokoon-Gruppe durch die  hypothetischen Erg\u00e4nzungen von Michelangelo und Montorsoli ver\u00e4ndert  waren, bis man dann erst im 20. Jahrhundert das zugeh\u00f6rige  Originalbruchst\u00fcck wieder auffand. W\u00e4hrend aber dort aus einer Notlage  heraus beinahe unvermeidlich ein Irrtum unterlief, erwecken die von  Schubert vorgenommenen, angeblich straffenden Retouchen schon fast den  Eindruck planvoller Sinnverdunkelung. <br> <br> Der erste Eingriff, die Streichung der Wiederholung, f\u00fchrt dazu, da\u00df die  Klarheit der Gro\u00dfform verloren geht: Fast jeder unbelastete H\u00f6rer der  gek\u00fcrzten Fassung vermutet, es handle sich bei diesem Satz um ein  kompliziert strukturiertes Sonaten-Rondo &#8211; in Wirklichkeit ist es ein <br> <br> &#8220;klassischer&#8221; Sonatenhauptsatz par excellence. Der zweite Eingriff  (Streichung der Takte 358 bis 407) macht das Bauprinzip der Durchf\u00fchrung  und damit die sinnf\u00e4lligste architektonische Perspektive des ganzen  Werkes unkenntlich: Der schneidende verminderte Septakkord, der sich  schon in der Exposition zweimal dem Eintritt der sieghaften Schlu\u00dfgruppe  in den Weg gestellt hat und im Ozean der Durchf\u00fchrung recht eigentlich  zur Haupttreibkraft der Entwicklung wird, ist nur verst\u00e4ndlich, wenn man  miterleben kann, wie &#8211; in dramatischer Steigerung und Dehnung des an  der entsprechenden Stelle des ersten Satzes angewandten Prinzips &#8211; die  vier T\u00f6ne des verminderten Septakkordes auf H der Reihe nach zu  &#8220;autonomen&#8221; Tonstufen (h-moll &#8211; d-moll &#8211; f-moll &#8211; As-Dur) umgedeutet  werden. Durch die K\u00fcrzung f\u00e4llt die zweite H\u00e4lfte dieses gro\u00dfen Bogens  einfach weg, und sozusagen en passant wird auch jener Moment \u00fcbergangen,  wo der uns wahnhaft verfolgende schrille Aufschrei dieses  Schl\u00fcsselakkordes endlich durch einen affirmativen Durakkord ersetzt  wird: wenn n\u00e4mlich am Schlu\u00df dieser Entwicklung As-Dur erreicht ist. <br> <br> Aber der letzte Streich, in des Wortes b\u00f6sester Bedeutung, ist bei  weitem der schlimmste: Die Streichung der Takte 463 bis 514 (Schlu\u00df der  Durchf\u00fchrung) unterminiert die Stellung des das ganze Werk dr\u00e4uend  umziehenden h-moll (als einer Gegenwelt zur &#8220;lichten&#8221; Grundtonart  Es-Dur). Durch das Wegfallen jener wahrhaft mystischen Stelle, wo alle  thematischen Protagonisten im fahlen Licht von h-moll aufeinander  treffen, wird aus einem bedeutungsschweren Grundzug des Werkes ein nicht  recht verst\u00e4ndliches Detail &#8211; und die schicksalshaft um &#8220;H&#8221; kreisenden  Knotenpunkte der ersten beiden S\u00e4tze werden durch nichts mehr  aufgewogen; die ganze Entwicklungslinie zielt gleichsam ins Leere. Es  ist, als habe man in einem Drama dem dunklen Drahtzieher, der an der  Wurzel aller Verwicklungen steht, den entscheidenden Monolog  weggenommen, in dem er seine Motive erkl\u00e4rt. <br> <br> Zum Gl\u00fcck ist Schuberts Autograph mit dem vollst\u00e4ndigen, urspr\u00fcnglichen  Notentext erhalten geblieben, so da\u00df wir zumindest in diesem Punkt den  Autor vor sich selbst sch\u00fctzen k\u00f6nnen &#8211; soviel unwillentliches Unrecht  wir ihm auch an anderer Stelle antun m\u00f6gen. <br> <br> W\u00e4hrend die Neue Schubert-Ausgabe, wie \u00fcbrigens auch schon ihre  Vorg\u00e4ngerin, akademisch korrekt beide Varianten nebeneinander anbietet,  hat man sich in der (in fast allen anderen Punkten informativeren und  zuverl\u00e4ssigeren) Urtext-Ausgabe des Henle-Verlages erstaunlicherweise  nur f\u00fcr die Variante des Erstdrucks entschieden. Man begr\u00fcndet das im  Vorwort in einem Absatz, dessen Fl\u00fcchtigkeit sich auch in einer Reihe  sachlicher Ungenauigkeiten niederschl\u00e4gt, damit, da\u00df die gestrichenen  Abschnitte nur das &#8220;Material der vorhergehenden Takte&#8221; sowie das Zitat  aus dem 2.Satz enthalten, &#8220;das aber ohnehin im Finale zweimal  erscheint&#8221;. Vor der Stichhaltigkeit so fundierter \u00e4sthetischer  Argumentation mu\u00df freilich jeder Zweifel verstummen. <br> <br> Zu fragen (und unbeantwortbar) bleibt allerdings, wie es kommt, da\u00df das  Genie, das all diese Herrlichkeiten erfinden konnte, gleichzeitig so  blind f\u00fcr die Verletzlichkeit seines Werkes war. Hier stehen wir &#8211;  wieder einmal &#8211; vor dem ewigen Mysterium des Sch\u00f6pfertums, das zwar die  Bezirke bewu\u00dften Formens nat\u00fcrlich einschlie\u00dft, sie aber so weit  \u00fcberschreitet, da\u00df auch f\u00fcr den Sch\u00f6pfer das Geschaffene letztlich ein  R\u00e4tsel bleiben mu\u00df. <br> <br> Sehr viel leichter zu beantworten ist die Frage, warum in den mehr als  hundert Jahren, in denen der Originaltext nun schon gedruckt zug\u00e4nglich  ist, sich die vollst\u00e4ndige Fassung so gar nicht durchgesetzt hat. Neben  der schwer zu bek\u00e4mpfenden Kraft einer (wie immer auch falschen)  &#8220;Tradition&#8221; hat sicher die verst\u00e4ndliche Vorliebe von Interpreten und  Publikum f\u00fcr das Handliche und \u00dcberschaubare hier den Ausschlag  zugunsten der k\u00fcrzeren Version gegeben. Erst die Gegen\u00fcberstellung der  beiden Fassungen zeigt, da\u00df K\u00fcrze und Klarheit nicht notwendigerweise  Hand in Hand gehen, und da\u00df Herkommen und Brauch in diesem Fall einen  unverst\u00e4ndlichen Irrtum perpetuieren. <br><\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align:right\">\u00a9 by Claus-Christian Schuster<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Franz Schubert * 31. J\u00e4nner 1797\u2020 19. November 1828 Trio Es-Dur op.100\/D 929 Komponiert: Wien (I., Tuchlauben 14), November 1827 Urauff\u00fchrung: 26. 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