{"id":559,"date":"2019-02-13T17:35:48","date_gmt":"2019-02-13T16:35:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www2.altenbergtrio.at\/?p=559"},"modified":"2019-02-13T17:35:52","modified_gmt":"2019-02-13T16:35:52","slug":"schoenberg-sonett-ccxvii-von-petrarca-op-24-iv-arr-von-felix-greissle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/schoenberg-sonett-ccxvii-von-petrarca-op-24-iv-arr-von-felix-greissle\/","title":{"rendered":"Sch\u00f6nberg: Sonett CCXVII von Petrarca (op.24\/IV, arr. von Felix Greissle)"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Arnold Sch\u00f6nberg<\/h3>\n\n\n\n<p>* 13. September 1874<br>\u2020 13. Juli 1951<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sonett CCXVII von Petrarca (op.24\/IV, arr. von Felix Greissle)<\/h3>\n\n\n\n<table class=\"wp-block-table\"><tbody><tr><td>Komponiert:<\/td><td>M\u00f6dling (Bernhardgasse 6), vor dem 8.Oktober 1922 bis  29. M\u00e4rz 1923<\/td><\/tr><tr><td>Urauff\u00fchrung:<\/td><td>Original:<br>\nprivat: Wien (Krugerstra\u00dfe 17), 2. Mai 1924<br>\n\u00f6ffentlich: Donaueschingen, Musikfest der IGNM, 20. Juni 1924<br>\n<br>\nBearbeitung:<br>\nnicht dokumentiert<\/td><\/tr><tr><td>Erstausgabe:<\/td><td>Wilhelm Hansen, Kobenhavn, 1925 (Original und Bearbeitung)<\/td><\/tr><\/tbody><\/table>\n\n\n\n<p><strong>Sonett CCVVII von Petrarca <br> (IV. Satz aus der Serenade f\u00fcr Klarinette, Ba\u00dfklarinette, Mandoline,  Gitarre, Geige, Bratsche, Violoncell und eine tiefe M\u00e4nnerstimme;<br> autorisierte \u00dcbertragung f\u00fcr Violoncell solo, Geige und Klavier von Felix Greissle)<\/strong><br> <br> Am kompositorischen Weg Sch\u00f6nbergs ist die Serenade op.24 ein  Meilenstein, und innerhalb dieses siebens\u00e4tzigen Werkes kommt wieder dem  Sonett ganz besondere Bedeutung zu: Es nimmt nicht nur formal die Mitte  des Werkganzen ein, sondern ist auch inhaltlich dessen \u201eHerzst\u00fcck\u201c, ein  Umstand, der nicht zuletzt durch die Instrumentation (das Erscheinen  der Singstimme) zur Geltung gebracht wird. Sch\u00f6nberg hat diesen Satz oft  als Paradigma seiner kompositorischen Prinzipien zitiert und auf die  au\u00dfergew\u00f6hnliche Stellung dieser Komposition innerhalb seines  Lebenswerkes hingewiesen. Eines dieser Selbstzeugnisse ist besonders gut  geeignet, uns in die Problematik des Sonetts einzuf\u00fchren:<br> <br> <em>\u201eDieser Satz ist sp\u00e4testens 1920 komponiert, ich glaube aber, er  d\u00fcrfte 1919 konzipiert sein. Er ist eines der ersten St\u00fccke, in denen  sich die 12 Ton-Technik als x-Technik ank\u00fcndigt. Hier handelt es sich um  14 T\u00f6ne. Die Arbeitsweise aber ist die der 12 Ton-Technik. Das  Interessante an diesem St\u00fcck sind nur die Zahlenverh\u00e4ltnisse, die hier  durchaus bewu\u00dft als Konstruktion zugrundegelegt wurden.\u201c<\/em><br> (Arnold Sch\u00f6nberg, September 1928)<br> <br> Dieser letzte Satz, der ganz offensichtlich \u201eromantische\u201c Opposition  provozieren m\u00f6chte, stellt eine Verbindung zwischen dem Sonett und einer  aus dessen Entstehungszeit stammenden Prosaskizze Sch\u00f6nbergs her, die  den Titel Kunst-Golem tr\u00e4gt:<br> <br> <em>\u201e&#8230;W\u00fcrde ein Denker (ohne Zuhilfenahme der Phantasie) ein gedanklich  wirklich gut erdachtes Tonst\u00fcck herstellen, das alle aus einer  richtigen Erkenntnis der k\u00fcnstlerischen Bedingungen sich ergebenden  Gesetze gut ber\u00fccksichtigt, so m\u00fc\u00dften sich in uns daf\u00fcr die Gef\u00fchle  ebenso finden, wie f\u00fcr solche Gebilde, die auf dem rein gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfigen  Wege der Phantasie hergestellt werden. Es ist unwahrscheinlich, da\u00df ein  solcher Kunst-Golem herstellbar ist; w\u00e4re er es aber, so w\u00e4re gegen  seine k\u00fcnstliche, gedanklich-trockene Herkunft kein Einwand  stichh\u00e4ltig.&#8221;<\/em><br> (Arnold Sch\u00f6nberg, Traunkirchen 15. August 1922.)<br>  <br> Wendet man sich aber dem ersten Teil der Aussage von 1928 zu, so  entdeckt man zwei ganz erstaunliche Ungenauigkeiten. Zun\u00e4chst das  Kompositionsdatum:  Die erste Spur der Arbeit am Sonett, die dreitaktige  Keimzelle der zugrundeliegenden Reihe, findet sich in einem Arbeitsheft  (Kleines Skizzenbuch IV, Skizze 811) zwischen Eintragungen vom 31. Mai  und vom 8. Oktober 1922. Dieses letztere Datum tr\u00e4gt auch die ge\u00e4nderte  Endfassung der Reihe auf einem Einzelblatt (Nr. 860 a\/b). (Auf die  zeitliche N\u00e4he zu den Kunst-Golem-Gedanken sei hier noch einmal  hingewiesen.) Die Erstniederschrift des ganzen Satzes in Particellform  entstand einige Monate danach (16.-29. M\u00e4rz 1923), und die Reinschrift  tr\u00e4gt das Schlu\u00dfdatum 19. April 1923. Aufgrund dieser Quellenlage l\u00e4\u00dft  sich unschwer ableiten, da\u00df Sch\u00f6nbergs Datierung von 1928 schlicht  unrichtig ist. Sollte es sich nicht einfach um einen Ged\u00e4chtnisfehler  des Komponisten handeln, so k\u00f6nnte der &#8211; 1928 schon lange an die  \u00d6ffentlichkeit gedrungene &#8211; unselige \u201eWiener Priorit\u00e4tsstreit\u201c um die  \u201eErfindung\u201c der Zw\u00f6ftontechnik zwischen Arnold Sch\u00f6nberg und Josef  Matthias Hauer eine Erkl\u00e4rung f\u00fcr die Fehldatierung bieten. Auch das  Auftauchen der  omin\u00f6sen Jahreszahl \u201e1919\u201c lie\u00dfe sich mit dieser  Hypothese recht leicht in Einklang bringen: 1919 ist das Entstehungsjahr  von Hauers Klavierst\u00fcck Nomos op.19 (25.-29. August 1919), in dem  dessen \u201eZw\u00f6lftonregel\u201c das erste Mal in Erscheinung tritt.<br> Lie\u00dfe sich also diese erste Ungenauigkeit noch einigerma\u00dfen schl\u00fcssig  erkl\u00e4ren, so ist die zweite schon weit kryptischer: Sch\u00f6nberg spricht  1928 von \u201e14 T\u00f6nen\u201c, obwohl schon die oberfl\u00e4chlichste Betrachtung des  Satzes klarstellt, da\u00df es sich tats\u00e4chlich um 12 T\u00f6ne handelt. Ob es  sich hier um einen Fl\u00fcchtigkeitsfehler (etwa in Zusammenhang mit den 14  Verszeilen des Sonetts) oder aber um eine absichtsvolle Mystifikation  handelt, wird nicht leicht zu entscheiden sein.<br> Auf die konstruktiven Zahlenverh\u00e4ltnisse, die der Architektur des St\u00fccks  zugrundeliegen, kommt Sch\u00f6nberg auch in einem Brief an Josef Matthias  Hauer zu sprechen, dessen kollegialer Ton \u00fcbrigens zeigt, da\u00df Sch\u00f6nberg  in Hauer noch 1925 weder einen Rivalen noch einen Plagiator sah:<br> <br> <em>\u201eIch wollte gerne \u00fcber manches mit Ihnen sprechen. Z. Bsp. \u00fcber ein  Buch von Wilhelm Werker [&#8230;] \u00bbStudien \u00fcber die Symmetrie der  Bachfugen\u00ab. Mich interessiert das Buch sehr. [&#8230;] Ich glaube, wir  arbeiten am selben Gegenstand: ich meine, Sie, er und ich, und er d\u00fcrfte  in gewisser Hinsicht &#8211; in der Anschauungsart &#8211; in der Mitte zwischen  uns beiden stehen. [&#8230;] Auch ich habe bereits in \u00e4hnlicher Richtung  gedacht und gesucht. Auch gefunden. Aber anderes. Z. B. habe ich auch in  meinen eigenen Werken bereits Zahlensymmetrien betrachtet. Etwa im I.  Quartett, wo sovieles durch 5 teilbares unbewu\u00dft vorkommt. Oder in der  Serenade, wo in den Variationen 2 x 14 T\u00f6ne in 11 Takten das Thema  bilden und der ganze Satz &#8211; bewu\u00dft 77 Takte lang ist. [&#8230;] Oder im  Sonnet mit seinen 14 elftaktigen [recte: elfsilbigen] Verszeilen.  Vielleicht haben Sie einmal Zeit, mich zu besuchen.\u201c<\/em><br> (Arnold Sch\u00f6nberg an Josef Matthias Hauer, M\u00f6dling, 5. J\u00e4nner 1925)<br> <br> Jedenfalls stellt das Sonett einen Sonderfall der \u201eKomposition mit zw\u00f6lf  nur aufeinander bezogenen T\u00f6nen\u201c dar. Sch\u00f6nberg verzichtet hier auf die  Verwendung  von Modi (Krebs, Umkehrung, Krebsumkehrung) und  Transpositionen. Das 12-t\u00f6nige Thema erscheint in der Singstimme (die  Greissle in der Bearbeitung dem Violoncello anvertraut) als Melodie, in  den Begleitstimmen motivisch fragmentiert und in vertikaler Schichtung  (\u201eharmonisch\u201c) als Akkordfolge. Dabei ergibt sich aufgrund der  metrischen Konfiguration des Sonetts (14 elfsilbige Verszeilen,  gegliedert in je zwei Vier- und Dreizeiler) und der rein syllabischen  Vertonung, da\u00df der zw\u00f6lfte Ton der Singstimme (also der Abschlu\u00dfton der  Zw\u00f6lftonreihe) mit der ersten Silbe des zweiten Verses zusammenf\u00e4llt,  und auf diese Weise jede Verszeile der Reihe nach mit einem anderen Ton  beginnt: die Anfangst\u00f6ne der Verse 2-13 bilden also akrostichisch den  Krebs der Zw\u00f6ftonfolge. Die aus der gew\u00e4hlten Organisationsform des  Ganzen resultierende Dominanz der Reihe in ihrer Urgestalt erfordert,  da\u00df die Intervallverh\u00e4ltnisse dieser Reihe besonders ausgewogen seien.  Aus diesem Grund hat Sch\u00f6nberg seinen urspr\u00fcnglichen \u201eEinfall\u201c, in dem  nicht weniger als f\u00fcnf der elf Intervallschritte ident waren, in einem  zweiten Arbeitsgang modifiziert: <br> <br> urspr\u00fcngliche Gestalt &#8211; E D Es Des C H  Fis F A Gis G B<br> endg\u00fcltige Gestalt &#8211; E D Es Ces C Des As Ges A F G B<br> <br> In dieser Form bot die Reihe nun jene Flexibilit\u00e4t, die Sch\u00f6nberg f\u00fcr  die Umsetzung der exaltierten Rhetorik des Gedichtes in eine  entsprechend dramatische musikalische Gestik brauchte. (Da\u00df f\u00fcr den  \u201enaiven\u201c, also nicht anhand der Partitur analysierenden H\u00f6rer der  Unterschied zwischen den beiden Versionen kaum wahrnehmbar w\u00e4re, sei nur  am Rande vermerkt.)<br> <br> Felix Greissle (1894-1982), Sch\u00fcler und seit 1921 Schwiegersohn  Sch\u00f6nbergs, dessen Famile damals zusammen mit dem Komponisten das Haus  in der Bernhardgasse bewohnte, machte sich unmittelbar nach der  Vollendung der Serenade an die Herstellung einer Triofassung, die  sp\u00e4testens im April 1924 abgeschlossen gewesen sein mu\u00df; w\u00e4hrend die  anderen S\u00e4tze ungedruckt geblieben zu sein scheinen (und als verschollen  gelten m\u00fcssen), wurde die Bearbeitung des Petrarca-Sonetts gleichzeitig  mit dem Original ver\u00f6ffentlicht. Da hier das Arrangement durch die  erzwungene Weglassung des Textes eine wesentliche Dimension und  Wirkungsebene des Werkes vermissen l\u00e4\u00dft, erscheint es notwendig, auf das  zugrundeliegende Gedicht etwas n\u00e4her einzugehen.<br> <br> Es ist das sechste und letzte Mal, da\u00df Sch\u00f6nberg einen Petrarca-Text als  Vorlage w\u00e4hlt. Die f\u00fcnf unserem Sonett vorangehenden Vertonungen  entstanden s\u00e4mtlich 1904\/05: neben den vollendeten drei Sonetten (op.8  Nr.4-6, 1904) haben sich Skizzen zu zwei weiteren erhalten (Nr.116 &#8211; Was  thust, was denkst du, Geist, 1904; Nr.214 &#8211; O s\u00fc\u00dfe Blick\u00b4, 1905). <br> Wahrscheinlich gaben die Feiern aus Anla\u00df von Petrarcas 600. Geburtstag  (1904) den unmittelbaren Ansto\u00df zu diesen Kompositionen. Der tiefere  Grund f\u00fcr Sch\u00f6nbergs Interesse an Petrarcas Lyrik liegt aber wohl in der  ausgepr\u00e4gten K\u00fcnstlichkeit des hier zur Hochbl\u00fcte gebrachten Stils, der  einerseits zu raffinierten Mataphern, Chiffren und Abstraktionen neigt  und andererseits ein streng rationales, ja geradezu mathematisch  pr\u00e4destiniertes Formschema verwirklicht. <br> In allen F\u00e4llen bediente sich Sch\u00f6nberg der 1818\/19 erschienenen  \u00dcbersetzung von Karl August F\u00f6rster (1784-1841), eines von Ludwig Tieck  besonders gesch\u00e4tzten Lyrikers aus dem Dresdener Kreis, der auch Dante  und Tasso formvollendet \u00fcbertragen hat &#8211; und es ist wohl kein Zufall,  da\u00df auch Hans Pfitzner in seiner Petrarca-Komposition (op.24 Nr.3, 1909)  auf diese \u00dcbertragung zur\u00fcckgreift. An deutschen Nachdichtungen dieser  Texte herrschte wahrlich kein Mangel: Das zu Beginn des neunzehnten  Jahrhunderts pl\u00f6tzlich wiedererwachende Interesse an Petrarca ist ja vor  allem auf die bahnbrechende \u00dcbersetzert\u00e4tigkeit August Wilhelm  Schlegels (1767-1845) zur\u00fcckzuf\u00fchren, dessen 1804 erschienenen  Blumenstr\u00e4u\u00dfe italienischer, spanischer und portugiesischer Poesie eine  Renaissance der romanischen Sonettdichtung einleiteten &#8211; Ende 1818  vertonte auch Schubert zwei der von Schlegel \u00fcbersetzten  Petrarca-Sonette (D 628-D 629) zusammen mit einem von Johann Diederich  Gries (1775-1842) \u00fcbertragenen (D 630). Die Petrarca-Begeisterung der  Romantik klingt dann auch in den drei Petrarca-Sonetten (R 578) f\u00fcr  Gesang und Klavier und f\u00fcr Klavier solo (Ann\u00e9es de P\u00e8lerinage II, R 10b)  von Franz Liszt nach. <br> Sch\u00f6nberg steht also mit seiner Vorliebe f\u00fcr Petrarcas Lyrik in einer  wohlgegr\u00fcndeten Tradition &#8211; und da\u00df der Komponist f\u00fcr seinen  entscheidenden Schritt in kompositorisches Neuland sich gerade diesen  literarischen Weggef\u00e4hrten erkor, kommt gewi\u00df nicht von ungef\u00e4hr: denn  wie gro\u00df auch immer seine Sehnsucht nach den unentdeckten Kontinenten  der Musik (und sein Ehrgeiz, als ihr Entdecker in die Geschichte  einzugehen) gewesen sein mag, so unm\u00f6glich war es ihm, zu vergessen, von  welchen K\u00fcsten er aufgebrochen war. Symptomatisch f\u00fcr diesen  gleicherma\u00dfen forschend in die Zukunft wie and\u00e4chtig in die  Vergangenheit gerichteten Blick des Komponisten sind zwei Details aus  der f\u00fcr die Auspr\u00e4gung der dodekaphonen Technik kritischen  Schaffensphase des Komponisten: Unmittelbar vor dem Beginn der Arbeit am  Sonett vollendete Sch\u00f6nberg die Orchestrierung zweier Bachscher  Choralvorspiele (\u201eSchm\u00fccke dich, o liebe Seele\u201c, BWV 654, und \u201eKomm Gott  Sch\u00f6pfer, heiliger Geist\u201c, BWV 667); und in das Autograph das bald nach  der Serenade in Angriff genommenen Bl\u00e4serquintetts op.26 schreibt er: <br> <br> <em>\u201eIch glaube, Goethe m\u00fc\u00dfte ganz zufrieden mit mir sein.\u201c<\/em> <br> <br> <strong>Francesco Petrarca<\/strong> <br> (Arezzo 1304 &#8211; 1374 Arqu\u00e0)<br> <br> aus: Il Canzoniere (Rerum Vulgarium Fragmenta<br> Nr.256 (Sonetto CCXVII)<br> <br> <em>Far potess\u00b4io vendetta di colei<br> Che guardando et parlando mi distrugge<br> Et, per pi\u00f9 doglia, poi s\u00b4asconde et fugge,<br> Celando li occhi a me s\u00ec dolci et rei!<br> Cos\u00ec li affitti e stanchi spirti mei<br> A poco a poco consumando sugge,<br> E \u00b4n sul cor quasi fiero leon rugge<br> La notte, allor quand\u00b4io posar devrei.<br> L\u00b4alma, cui Morte del suo albergo caccia,<br> Da me si parte; et di tal nodo sciolta<br> Vassene pur a lei che la minaccia.<br> Meravigliomi ben s\u00b4alcuna volta,<br> Mentre le parla et piange et poi l\u00b4abbraccia,<br> Non rompe il sonno suo, s\u00b4ella l\u00b4ascolta.<\/em><br> <br> Sonett CCXVII<br> (\u00fcbersetzt von Karl August F\u00f6rster)<br> <br> <em>O, k\u00f6nnt\u00b4 ich je der Rach\u00b4 an ihr genesen,<br> Die mich durch Blick und Rede gleich zerst\u00f6ret,<br> Und dann zu gr\u00f6\u00dferm Leid sich von mir kehret,<br> Die Augen bergend mir, die s\u00fc\u00dfen, b\u00f6sen!<br> So meiner Geister matt bek\u00fcmmert Wesen<br> Sauget mir aus allm\u00e4hlich und verzehret<br> Und br\u00fcllend wie ein Leu ans Herz mir f\u00e4hret<br> Die Nacht, die ich zur Ruhe mir erlesen!<br> Die Seele, die sonst nur der Tod verdr\u00e4nget,<br> Trennt sich von mir, und, ihrer Haft entkommen,<br> Fliegt sie zu ihr, die drohend sie empf\u00e4nget.<br> Wohl hat es manchmal Wunder mich genommen,<br> Wenn die nun spricht und weint und sie umf\u00e4nget,<br> Da\u00df fort sie schl\u00e4ft, wenn solches sie vernommen.<\/em><br><\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align:right\">\u00a9 by Claus-Christian Schuster<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Arnold Sch\u00f6nberg * 13. 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Juni 1924 Bearbeitung: nicht dokumentiert Erstausgabe: Wilhelm Hansen, Kobenhavn, 1925 [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":{"0":"post-559","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","6":"category-klaviertrios-klavier-violine-und-violoncello","7":"entry"},"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"3.0.1","language":"en","enabled_languages":["de","en"],"languages":{"de":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"en":{"title":false,"content":false,"excerpt":false}}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/559","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=559"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/559\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":560,"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/559\/revisions\/560"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=559"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=559"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=559"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}