{"id":519,"date":"2019-02-13T17:15:28","date_gmt":"2019-02-13T16:15:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www2.altenbergtrio.at\/?p=519"},"modified":"2019-02-13T17:15:36","modified_gmt":"2019-02-13T16:15:36","slug":"mendelssohn-trio-fuer-pianoforte-violine-und-violoncell-nr-2-c-moll-op-66","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/mendelssohn-trio-fuer-pianoforte-violine-und-violoncell-nr-2-c-moll-op-66\/","title":{"rendered":"Mendelssohn: Trio f\u00fcr Pianoforte, Violine und Violoncell Nr.2, c-moll, op.66"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Felix Mendelssohn<\/h3>\n\n\n\n<p>* 03. Februar 1809<br>\u2020 04. November 1847<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Trio f\u00fcr Pianoforte, Violine und Violoncell Nr.2, c-moll, op.66<\/h3>\n\n\n\n<table class=\"wp-block-table\"><tbody><tr><td>Komponiert:<\/td><td>Frankfurt am Main, Februar bis April 1845<\/td><\/tr><tr><td>Widmung:<\/td><td>Louis Spohr<\/td><\/tr><tr><td>Urauff\u00fchrung:<\/td><td>Leipzig, Gewandhaus, 20. Dezember 1845<br>\n(Zweite musikalische Abendunterhaltung)<br>\nFelix Mendelssohn-Bartholdy, Klavier<br>\nFerdinand David (1810-1873), Violine<br>\nCarl Wittmann (1810-1860), Violoncello<br>\n<\/td><\/tr><tr><td>Erstausgabe:<\/td><td>Breitkopf &amp; H\u00e4rtel, Leipzig, Februar 1846<\/td><\/tr><\/tbody><\/table>\n\n\n\n<p>Seit Mendelssohn sich 1841 von  den \u201ebrillantesten und \nvorteilhaftesten Anerbietungen\u201c des neuen preu\u00dfischen K\u00f6nigs Friedrich \nWilhelm IV. nach Berlin hatte locken lassen, sah er sich vor Aufgaben \nund Belastungen gestellt, die wohl auch eine robustere Gesundheit als \ndie seine unterminiert h\u00e4tten. Im ehrgeizigen Bem\u00fchen, seinen in M\u00fcnchen\n regierenden Schwager Ludwig I. zu \u00fcbertrumpfen und Berlin zur \nKulturmetropole des deutschsprachigen Raumes zu machen, hatte Friedrich \nWilhelm IV. mit recht diffusen  Versprechungen eine ganze Pleiade gro\u00dfer\n Namen nach Berlin rufen lassen; um die Durchsetzung seiner \nhochfliegenden und unausgegorenen Projekte konnte und wollte sich der \nMonarch freilich nicht k\u00fcmmern. Schon wenige Wochen nach der Annahme des\n k\u00f6niglichen Angebots schreibt Mendelssohn ern\u00fcchtert \u00fcber seine neue \nWirkungsst\u00e4tte nach London:<br>\n<br>\nDort geh\u00f6rt ein Mann hin, der die Anfangsgr\u00fcnde erst wieder erweckt; der\n 10 \u2013 15 Jahre lang wieder belebt, was 20 bis 25 Jahre lang \ntotgeschlagen worden ist, systematisch; dann kann sich ein Musiker \nwieder dort behaglich f\u00fchlen, ohne jene Vorarbeit nicht. Die zu \nunternehmen habe ich weder Lust noch Beruf. H\u00e4tte ich das so vorher \ngewusst, wie ich es in der 3. Woche des vergangenen Monats mit eigenen \nAugen gesehen habe, so w\u00fcrde ich von vornherein nicht 2 Briefe \ngewechselt, sondern alles rund von der Hand abgewiesen haben. Da das \nnicht geschehen war, so ist die k\u00fcrzeste Zeit, mit der ich abkommen \nkann, ein Jahr&#8230;\u201c<br>\n(an Karl Klingemann, 16. Juni 1844)<br>\n<br>\nNachdem diese \u201ek\u00fcrzeste Zeit\u201c verstrichen war, unternahm Mendelssohn \nauch wirklich einen ernsthaften Versuch, sich von Berlin zu l\u00f6sen. Doch \nder K\u00f6nig beantwortete die K\u00fcndigung Mendelssohns mit einem Dekret, \ndurch das er ihn zum Preu\u00dfischen Generalmusikdirektor ernannte. Zwar \nwaren von nun an seine Aufgabenbereiche ein wenig genauer umrissen, was \nMendelssohn vor allem den Freiraum gab, den er f\u00fcr seine Leipziger Pl\u00e4ne\n \u2013 den Aufbau eines Konservatoriums \u2013 brauchte; aber seine Berliner \nStellung blieb trotzdem eine ungeliebte B\u00fcrde. Erst im Oktober 1844 \ngelang es ihm, sich aus dieser mi\u00dflichen Lage zu befreien. F\u00fcr die \nendliche Durchf\u00fchrung dieses diplomatisch schweren Schrittes war wohl \nauch die Erfahrung ausschlaggebend, die Mendelssohn im Sommer 1844 \ngemacht hatte: In zwei unbeschwerten Ferienmonaten, die er nach der \nR\u00fcckkehr von seiner siebenten Englandreise in Bad Soden im Taunus \nverbrachte, erlebte er nach langer Zeit wieder sch\u00f6pferisches und \nfamili\u00e4res Gl\u00fcck. \u201eDas Sodener Leben, Essen und Schlafen ohne Frack, \nohne Klavier, ohne Visitenkarten, ohne Wagen und Pferde, aber auf Eseln,\n mit Feldblumen, mit Notenpapier und Zeichenbuch, mit C\u00e9cile und den \nKindern,\u201c  im vertrauten Umgang mit den Dichterfreunden Nikolaus Lenau, \nAugust Heinrich Hoffmann von Fallersleben und Ferdinand Freiligrath \u2013 \ndieses andere Leben bescherte ihm und uns das herrliche Violinkonzert, \ndas Ferdinand David am 13. M\u00e4rz 1845 im Leipziger Gewandhaus urauff\u00fchren\n konnte. <br>\nUnmittelbar nach diesen gl\u00fccklichen Sommermonaten hatte Mendelssohn \nseine Familie in Frankfurt zur\u00fcckgelassen und war allein nach Berlin \ngereist, um sich \u201eauf m\u00f6glichst freundliche Weise aus den dortigen \nVerh\u00e4ltnissen herauszuwickeln.\u201c  Die dort erreichte weitgehende \nEntbindung von seinen Verpflichtungen empfand er als gro\u00dfes Gl\u00fcck: \n\u201e&#8230;seitdem ich diese Kabinets-Ordre in H\u00e4nden habe, ist mir wahrlich, \nals k\u00f6nnte ich seit langer Zeit zum erstenmal wieder frei und mit gutem \nGewissen atmen.\u201c<br>\n(an Karl Klingemann, 5. November 1844)<br>\n<br>\nAls Mendelssohn dann Anfang Dezember wieder in Frankfurt eintraf, fand \ner seinen gerade eineinhalbj\u00e4hrigen Sohn Felix lebensgef\u00e4hrlich \nerkrankt. Wie durch ein Wunder besserte sich nach einigen bangen Tagen \nder Zustand, \u201eund bleibt es so, so k\u00f6nnen wir wieder frei atmen, so \nerh\u00e4lt uns Gott das Kind, oder vielmehr er schenkt es uns von Neuem! Du \nkannst Dir denken, welch ein Wiedersehn, welch traurige Tage das waren! \nDenk Dir also, wie wir Gott jetzt f\u00fcr so viele heitre tr\u00f6stliche Stunden\n danken!\u201c<br>\n(an Karl Klingemann, 17. Dezember 1844)<br>\n<br>\nAber auch Mendelssohn selbst war nach den \u00fcbermenschlichen Anstrengungen\n der zwischen Berlin, Leipzig und London geteilten Jahre geschw\u00e4cht. Am \n25. J\u00e4nner 1845 hei\u00dft es am Schlu\u00df eines Briefes an den Verleger Julius \nKistner:\u201eIch mu\u00df diesen Brief diktieren, weil ich seit 14 Tagen \nbettl\u00e4gerig wurde, und jetzt, obwohl ganz in der Besserung, doch noch \nnicht im Stande bin, die Feder selbst zu f\u00fchren.\u201c  Drei Wochen sp\u00e4ter, \nkurz nach seinem sechsunddrei\u00dfigsten Geburtstag, berichtet er \nKlingemann, da\u00df \u201edie Erk\u00e4ltung oder der Katarrh oder wie man es sonst \nnennt, doch noch nicht gewichen\u201c sei. \u201eIch habe wieder mit Husten und \nKr\u00e4chzen eine Woche das Zimmer h\u00fcten m\u00fcssen, und sitze noch darin, und \nMarie und Paul [die beiden \u00e4ltesten Kinder, damals sieben und f\u00fcnf Jahre\n alt] kr\u00e4chzen ein Trio mit mir&#8230;\u201c <br>\n<br>\nWenn aus diesen Zeilen schon wieder ungebrochener Lebensmut und \nOptimismus klingt, so hat das wohl vor allem damit zu tun, da\u00df \nMendelssohn in der Zwischenzeit doch schon wieder im Stande ist, \u201edie \nFeder selbst zu f\u00fchren\u201c \u2013 und da\u00df das Husteterzett mit den Kindern nicht\n das einzige Trio ist, von dem er seinem Freund berichten kann. Mit der \nallm\u00e4hlichen Genesung der Familie und dem Nahen des Fr\u00fchlings w\u00e4chst das\n C-moll-Trio heran, das sich \u00fcber weite Strecken wie eine t\u00f6nende \nChronik dieser Tage anh\u00f6rt. Ganz sicher vermeinen wir die Bilder dieses \nBriefes an die Schwester in unserem Trio wiederzufinden:<br>\n<br>\n\u201eWenn Ihr aber keinen Eisgang in Florenz habt, so m\u00fc\u00dft Ihr uns beneiden,\n statt umgekehrt; denn das ist ein herrliches Schauspiel, wie das Wesen \nhier unter der Br\u00fccke sprudelt, und springt und st\u00fcrzt, und die gro\u00dfen \nBl\u00f6cke und Scheiben durcheinanderwirft, und sagt: packt euch, mit euch \nist es f\u00fcr\u00b4s Erste vorbei! \u00b4s feiert auch seinen Fr\u00fchlingstag und zeigt,\n da\u00df es unter der Eisdecke noch Kraft und Jugend behalten hat, und l\u00e4uft\n noch einmal so schnell und springt noch einmal so hoch als in den \nvern\u00fcnftigen Tagen anderer Jahreszeiten&#8230;\u201c<br>\n(an Rebecka Dirichlet, 25. M\u00e4rz 1845)<br>\n<br>\nEs sind die ins K\u00e4mpferische und Hoffnungsvolle gekehrten Bilder der \nWinterreise, in der ja die von Mendelssohn f\u00fcr sein neues Trio gew\u00e4hlte \nGrundtonart c-moll auch schon eine wichtige Rolle spielt (Erstarrung, \nRast, Der greise Kopf, Die Kr\u00e4he). <br>\n<br>\nMitte April ist die Komposition abgeschlossen. An Fanny schreibt Felix \nam 20. April:\u201eDas Trio ist ein bi\u00dfchen eklig zu spielen, aber eigentlich\n schwer ist es doch nicht. Suchet, so werdet Ihr finden!\u201c  Zur Probe \naufs Exempel wird Ferdinand David, der gerade auf der R\u00fcckreise vom \nD\u00fcsseldorfer Musikfest durch Frankfurt kommt, das neue Opus vorgesetzt. \nUnd dem Jugendfreund Eduard Devrient schreibt Mendelssohn, ganz im \nNachklang der Gef\u00fchle und Gedanken, denen das Trio sein Leben verdankt:<br>\n<br>\n\u201e&#8230;\u00dcber die pelzigen Kastanienknospen habe ich bereits wieder sehr viel\n nachgedacht, aber ich verstehe es doch noch immer nicht ganz: wie so \nein Baum w\u00e4chst. Die Naturgeschichte erkl\u00e4rt es, ebenso gut wie der \nGeneralba\u00df die Musik. In letzterer bin ich flei\u00dfig und habe zum ersten \nMal seit langer Zeit das Gl\u00fcck, recht ruhig leben und arbeiten zu k\u00f6nnen\n \u2013 was das f\u00fcr ein Gl\u00fcck ist, lerne ich jetzt erst recht einsehen; wenn \nman nicht blo\u00df eine freie Stunde oder dann und wann einen freien Tag, \nsondern eine ganze Reihe freier Tage zur Arbeit vor sich hat, dann kommt\n erst das rechte Vergn\u00fcgen (an der Arbeit sowohl wie an den Tagen) und \nich kann an meiner Musik und an Frau und Kindern, und an mir erst dann \nso rechte Freude haben, wenn die Freude ohne Hetze ist, wie hier jetzt.<br>\nSo habe ich denn mancherlei Neues gemacht, zuletzt ein Trio f\u00fcr Piano mit Violine und Ba\u00df&#8230;\u201c<br>\n(26. April 1845)<br>\n<br>\nDie in der Chronik dieser Monate anklingenden Leitmotive \u2013 Bedr\u00e4ngnis \nund Rettung, das Erwachen und Leben der Natur, der Kampf der \nJahreszeiten, Gebet und Dank \u2013 durchziehen als t\u00f6nend \u00fcberh\u00f6hte \nWirklichkeit alle S\u00e4tze dieses Meisterwerks.<br>\n<br>\nEs sollte Mendelssohns letztes Kammermusikwerk mit Klavier bleiben \u2013 und\n wer sich von der schulmeisterlichen Besserwisserei der beamteten \nMusikwissenschaft nicht beeindrucken l\u00e4\u00dft, wird es gerne als die w\u00fcrdige\n Kr\u00f6nung dieser Gattung im Mendelssohnschen \u0152uvre anerkennen. Jener Typ \nvon Analytiker freilich, der meint, seine Einsicht in den Urgrund der \nDinge am besten dadurch erweisen zu k\u00f6nnen, da\u00df er bald g\u00f6nnerhaft, bald\n streng Zensuren verteilt, freut sich, an unserem C-moll-Trio einen \nbesonders verlockenden Reibebaum gefunden zu haben. Die Mendelssohnsche \nAufforderung: \u201eSuchet, so werdet Ihr finden!\u201c  wird hier auf eine ganz \neigene Weise verstanden. Vor allem das Finale hat es diesen strengen \nRichtern angetan: Da ist bald von einem \u201eformalen Desaster\u201c (Frieder \nReininghaus), bald von \u201eMisere\u201c und \u201eFehldisposition\u201c (Mathias Thomas) \ndie Rede, das Hauptthema sei vollends \u201eabgenutzt\u201c und \u00fcberhaupt nicht \n\u201efinalkr\u00e4ftig\u201c (derselbe). Auch bei den anderen S\u00e4tzen wird nicht mit \nKritik gespart, wobei je nach Geschmack und Laune des Schreibers einmal \nder eine, dann der andere Satz unter dem Niveau der \u00fcbrigen S\u00e4tze sein \nsoll. Ohne sich mit solchen Details aufzuhalten, urteilt der Liverpooler\n Emeritus Basil Smallman (in einer wohlmeinend sollenden Besprechung der\n Klaviertrios) lieber gleich pauschal: \u201eMendelssohn conceived his \nstructures more as fixed patterns than as living forms.\u201c<br>\n<br>\nDie Liste dieser intellektuell verbr\u00e4mten Zumutungen lie\u00dfe sich noch \nlange fortsetzen; doch Beachtung verdient dieses Ph\u00e4nomen eigentlich nur\n als schmerzlicher Beleg daf\u00fcr, da\u00df die seit Wagner gepflegte \nDiffamierung Mendelssohns auch dort Spuren hinterlassen hat, wo man es \neigentlich nicht vermuten w\u00fcrde. (Wie verst\u00e4ndlich der Wunsch Wagners \nwar, die Spuren zu einer seiner wichtigsten Anleihequellen zu \nverwischen, soll hier gar nicht er\u00f6rtert werden.)<br>\n<br>\nMit der Widmung seines zweiten Klaviertrios an Louis Spohr erf\u00fcllte \nMendelssohn eine Dankesschuld: Spohr, um genau ein Vierteljahrhundert \n\u00e4lter als Mendelssohn, hatte diesem 1843 seine einziges bedeutendes \nKlavierwerk, die Klaviersonate As-Dur op.125 zugeeignet. Mendelssohn \nhatte damals geantwortet:<br>\n<br>\n\u201eW\u00fc\u00dfte ich\u00b4s Ihnen nur ordentlich auszudr\u00fccken, wie tief ich\u00b4s empfinde,\n was das sagen will, eins Ihrer Werke auf diese Weise noch ganz \nbesonders sein eigen nennen zu d\u00fcrfen, und wie mich nicht allein die \nAuszeichnung sondern eben so sehr Ihr freundliches Erinnern, Ihr \nfortgesetztes Wohlwollen dabei so ganz von Herzen freut. Haben Sie \ntausend Dank daf\u00fcr, lieber Herr Kapellmeister, und was ich von gutem \nClavierspielen zusammen bringen kann, um mit meinen jetzt sehr \nwiderhaarigen Fingern die Sonate recht sch\u00f6n herauszubringen, das soll \nredlich geschehen. Aber das ist wieder nur eine Freude, die ich mir \nselbst mache, und ich m\u00f6chte so gern Ihnen eine daf\u00fcr erwidern!\u201c<br>\n<br>\nDa\u00df Mendelssohns Revanche dann so k\u00f6niglich ausfiel, entsprach ganz \nseinem Naturell. Spohr hatte noch die Freude, Ende Juni 1846, einige \nMonate nach der Drucklegung, das ihm gewidmete Werk zusammen mit seinem \neigenen ersten Klaviertrio (op.119) mit Mendelssohn in Leipzig spielen \nzu k\u00f6nnen  \u2013 unter den Zuh\u00f6rern war damals auch Richard Wagner. Als \nMendelssohn anderntags die Spohrs zur Bahn begleitete, war er, als die \nanderen Begleiter schon Abschied genommen hatten, \u201enoch der Letzte, der \nbei anfangs langsamem Fortschreiten des Zuges noch eine ganze Strecke \nneben dem Wagen herlief, bis es nicht mehr anging, und seine freundlich \ngl\u00e4nzenden Augen waren der letzte Eindruck, den die Reisenden von \nLeipzig mitnahmen&#8230;\u201c<br>\n(Louis Spohr, Selbstbiographie)<br>\n<br>\n<br>\n<br>\nDer erste Satz (Allegro energico e con fuoco) geh\u00f6rt zu den \nvollkommensten kammermusikalischen Leistungen der deutschen Romantik: \nwie hier, mit Instinkt und Inspiration, aber ebenso sehr mit \nhandwerklicher Meisterschaft und durchdachter Disposition,  ein episch \nvielschichtiges Bild entworfen und ausgef\u00fchrt wird, das trotz allen \nDetailreichtums konzis und einheitlich wirkt, kann nur bewundert werden.\n Ein etwas genauerer Blick auf die Exposition dieses Satzes mag zeigen, \nwie Mendelssohn diesen Eindruck organischer Einheitlichkeit erzielt. \n\u00dcber einen nur tr\u00fcgerische Sicherheit bietenden Orgelpunkt hastet das \nrastlos bewegte Hauptthema, das mit seinen fl\u00fcchtigen Akkordzerlegungen \nund Skalenfragmenten auf den ersten Blick nur wie die vage Ahnung eines \nKommenden wirkt; und doch sind hier schon alle motivischen Hauptelemente\n nicht nur des ganzen Satzes, sondern des ganzen Werkverlaufs in nuce \ngegenw\u00e4rtig. Ihre Entfaltung setzt gleich mit dem Ende der \nEr\u00f6ffnungsperiode ein, in deren erweitertem Nachsatz sich der Orgelpunkt\n schon in eine fallende Ba\u00dflinie aufl\u00f6st. Das Hauptthema wird jetzt \ngleichzeitig zu einer nerv\u00f6sen Begleitfigur zerst\u00e4ubt (Verkleinerung im \nKlavier) und zu einer emblematisch punktierten Melodie gedehnt \n(paraphrasierende Vergr\u00f6\u00dferung in den Streichern). Dieses Modell \nstrandet an einer auffallenden Kette von vier unmittelbar aufeinander \nfolgenden Trugschl\u00fcssen; die sich daran schlie\u00dfende Wiederaufnahme der \nurspr\u00fcnglichen Themengestalt treibt unaufhaltsam auf eine Stromschnelle \nzu, in der am Ende eines Abspaltungsprozesses das unmerklich ver\u00e4nderte \nKopfmotiv mit mitrei\u00dfendem Ungest\u00fcm in das sieghafte Seitenthema m\u00fcndet.\n Vor der zwingenden Naturhaftigkeit dieses Vorganges wirkt das Wort \n\u201eSeitenthema\u201c freilich recht fehl am Platz: Es ist kein neues Thema \u2013 \nvielmehr eine organische Metamorphose des Hauptsatzes, in dessen \nSpitzent\u00f6nen ihre melodischen Umrisse schon verborgen lagen; und \nMendelssohn erreicht, indem er die begleitende Klaviertextur beibeh\u00e4lt, \neine ungebrochene Kontinuit\u00e4t zwischen den beiden Formteilen. Diesem in \nEs-Dur stehenden Seitensatz, der bei seiner Fortspinnung zunehmend \nnachdenkliche Z\u00fcge bekommt, folgt eine R\u00fcckkehr zu einer kanonischen \nVariante der Ausgangsgestalt in der Molldominant (g-moll) und eine \nerweiterte Wiederholung des allerersten Entwicklungsabschnittes, der \u2013 \nunter beharrlicher Beibehaltung der Molldominante \u2013 zu einer recht \ndeutlich an den Kopfsatz des G-moll-Klavierkonzertes (op.25) \nanklingenden Schlu\u00dfformel f\u00fchrt; hier endlich wird der im ersten \nVerarbeitungsschritt zutage getretene punktierte Rhythmus zum \nunumstrittenen Hauptprotagonisten. Der bis hierher eroberte Tonraum \n(c-moll \u2013 Es-Dur \u2013 g-moll) demonstriert die St\u00e4rke der Haupttonart, denn\n die Nebentonarten k\u00f6nnen als auskomponierte Tonstufen des \nC-moll-Dreiklanges gedeutet werden; au\u00dferdem antizipiert diese \nDisposition aber im Kleinen die tonale Dramaturgie des ganzen Werkes (2.\n Satz \u2013 Es-Dur, 3.Satz \u2013 g-moll).<br>\nWie wir gesehen haben, bedient sich die Exposition einer ganzen Reihe \nvon Durchf\u00fchrungstechniken. Die Aufgabe der nun folgenden eigentlichen \nDurchf\u00fchrung ist daher nicht, die M\u00f6glichkeiten des motivischen \nAusgangsmaterials dynamisch zu entwickeln, sondern vielmehr das schon \nentfaltete Material wieder zu b\u00fcndeln, um den Weg zur Reprise \nfreizumachen. Aus dem fragend und klagend wiederholten Nachsatz des \n\u201eSeitenthemas\u201c, mit dem die Durchf\u00fchrung er\u00f6ffnet wird, entspinnt sich \nein ergreifender Dialog zwischen den Streichern, in dessen Verlauf die \nVerwandtschaft zwischen \u201eHaupt-\u201c und \u201eSeitenthema\u201c gleichsam Generation \nf\u00fcr Generation zur\u00fcckverfolgt und offengelegt wird, bis am Ende die \nwiedergefundene Urgestalt des Hauptsatzes den Eintritt der Reprise \nmarkiert, \u00fcber dem das Klavier ein letztes Bruchst\u00fcck des Seitenthemas \nwehm\u00fctig festzuhalten versucht. Dieser Moment \u00fcbt \u2013 ganz \u00e4hnlich wie die\n analoge Stelle des ersten Klaviertrios \u2013 in seiner kunstvollen \nSchlichtheit einen ganz besonderen Zauber aus; und als Folge dieser \nVerzauberung erscheint der weitere Reprisenverlauf auch merkw\u00fcrdig \nverwandelt. Der Abschnitt vor dem Seitensatz ist gegen\u00fcber der \nExposition um etwa die H\u00e4lfte gek\u00fcrzt, die Bewegung bricht sich immer \nwieder an kleinr\u00e4umigen Betonungen. Besonders eklatant ist der \nUnterschied zur Exposition beim \u00dcbergang zum Seitensatz: wo dort sich \nein m\u00e4chtiger Strom ins Meer ergo\u00df, er\u00f6ffnet sich hier ein unerwarteter \nDurchblick in die Ferne, aus der man das Cello das jetzt schon vertraute\n Thema intonieren h\u00f6rt. Von da an \u00fcberwiegen wieder die Analogien \nzwischen Exposition und Reprise.  Erst die ausgedehnte Coda erweitert \ndas Bild um eine ganz neue und unverge\u00dfliche Perspektive. Die Motorik \ndes Hauptmotivs h\u00e4lt pl\u00f6tzlich lauschend inne, und der ferne pochende \nLeitrhythmus bleibt alleine h\u00f6rbar. Durch die verfremdete Landschaft \nentfernter Tonarten gelangen wir zum H\u00f6hepunkt des Satzes: Bei der \nletzten Wiederkehr des Hauptthemas erklingen Vergr\u00f6\u00dferung und \nOriginalgestalt gleichzeitig \u2013 ein schon zu Beginn des Werkes \nangedeuteter, aber nicht ausgef\u00fchrter kontrapunktischer Kunstgriff, der \nbei Mendelssohn eine Rarit\u00e4t ist. Ein letztes Mal erklingt noch die \nFrage des in Moll gefangenen Seitenthemas, dann endet der Satz mit einer\n wildentschlossenen Note trotzigen Mutes.<br>\n<br>\nMendelssohn zog es vor, einem Satz von so au\u00dfergew\u00f6hnlicher \nKonzentration und nachhaltiger Wirkung bescheidener dimensionierte und \nleichter gearbeitete Mittels\u00e4tze folgen zu lassen, und die L\u00f6sung der im\n Kopfsatz aufgeworfenen Fragen f\u00fcr das Finale aufzusparen. Da\u00df ihm das \ngelang, ohne die Stringenz des Ablaufs zu gef\u00e4hrden, beweist seine \nsouver\u00e4ne Meisterschaft.<br>\nDurch die Schaffung tonaler und formaler Analogien zwischen den beiden \nMittels\u00e4tzen wird der Gefahr des Proportionsverlustes entgegengewirkt; \ntrotz ihrer gro\u00dfen charakterlichen Gegens\u00e4tzlichkeit st\u00fctzen und st\u00e4rken\n die S\u00e4tze einander und entgehen so gemeinsam der Verharmlosung durch \ndie m\u00e4chtigeren Nachbarn. Beide S\u00e4tze sind dreiteilig und tonal nach dem\n Prinzip des Variantenwechsels (Es-Dur \u2013 es-moll \u2013 Es-Dur im zweiten, \ng-moll \u2013 G-Dur \u2013 g-moll im dritten Satz) gebaut.<br>\n<br>\nDas Andante con moto (Es-Dur) im Neunachteltakt ist ein Lied ohne Worte \nwie es inniger und schlichter kaum zu denken ist \u2013 als Klavierst\u00fcck \nw\u00fcrde es sicher einen Ehrenplatz unter den acht Heften der \nMendelssohnschen St\u00fccke dieses Titels einnehmen; und daher scheint es \nlegitim sich der Worte zu erinnern, mit denen Schumann das Erscheinen \nder ersten dieser Kompositionen begr\u00fc\u00dfte:<br>\n<br>\n\u201eWer h\u00e4tte nicht einmal in der D\u00e4mmerungsstunde am Klavier gesessen (ein\n Fl\u00fcgel scheint zu hoftonm\u00e4\u00dfig) und mitten im Phantasieren sich unbewu\u00dft\n eine leise Melodie dazu gesungen? Kann man nun zuf\u00e4llig die Begleitung \nmit der Melodie in den H\u00e4nden allein verbinden, und ist man \nhaupts\u00e4chlich ein Mendelssohn, so entstehen daraus die sch\u00f6nsten Lieder \nohne Worte.\u201c<br>\n<br>\nDer Dur-Hauptteil hat das naive Parlando eines kindlichen Gebetes, \nw\u00e4hrend sich im Minore dunklere und flehentlichere T\u00f6ne vernehmen \nlassen, die in der Coda des Durteils zu einem unerwartet heftigen \nAusbruch (as-moll) f\u00fchren. (Die Verschr\u00e4nkung und teilweise \nDurchdringung der beiden Formteile in der Reprise stellt \u00fcbrigens eine \nzus\u00e4tzliche Parallele zwischen den beiden Mittels\u00e4tzen dar.)<br>\n<br>\nDa\u00df Mendelssohn in den Scherzi in seinem ureigensten Element ist, wurde \nschon allzu oft wiederholt. In diesem Satz (Scherzo. Molto allegro quasi\n presto, g-moll) kann man aber wirklich, wie ein Kritiker das getan hat,\n die perfekte \u201eSynthese zwischen Feenzauber und Fugentechnik\u201c sehen \u2013 \nvorausgesetzt, man nimmt den Begriff \u201eFugentechnik\u201c nicht zu w\u00f6rtlich; \ndenn eigentlich begn\u00fcgt sich Mendelssohn mit angedeuteten Imitationen, \nvornehmlich zwischen den Streichern. Der fast schon zu einem \nMarkenzeichen des Komponisten gewordene Topos des Feen- oder \nElfenreigens wird von einem Trio alla zingarese (das sicher die \nzustimmende Anerkennung der Kollegen Haydn und Brahms findet) \nunterbrochen, ohne da\u00df der Flu\u00df des Satzes dadurch auch nur im \ngeringsten gest\u00f6rt w\u00fcrde. Die Leichtigkeit, mit der Mendelssohn zwischen\n den beiden Polen dieses Satzes vermittelt, beschert uns in der \ndrastisch verk\u00fcrzten Reprise dann noch ein besonderes Kunstst\u00fcck: Auch \nhier usurpiert das vorlaute Maggiore ein Territorium, das von Rechts \nwegen ganz dem Moll-Hauptteil zust\u00fcnde \u2013 und trotzdem bleibt der \nn\u00e4chtlichen Choreographie das eigentlich zu erwartende Chaos erspart.<br>\n<br>\nMit dem Finale (Allegro appassionato) kehren wir in den Fragenkreis des \nersten Satzes zur\u00fcck. Die ziemlich weitgehende \u00c4hnlichkeit des \nKopfmotivs mit dem Scherzo aus Brahms\u00b4 dritter Klaviersonate (f-moll, \nop.5) wurde wiederholt konstatiert. Wahrscheinlich h\u00e4tte Brahms diese \nFeststellung ebenso b\u00e4rbei\u00dfig quittiert, wie den Hinweis auf die \nVerwandtschaft zwischen dem Incipit unseres Trios und dem Beginn des \nFinales seines (in der selben Tonart stehenden) Klavierquartetts op.60. \nAllerdings ist es sehr leicht m\u00f6glich, da\u00df dieser doppelte Anklang doch \nnicht ganz von ungef\u00e4hr kommt: die analogen Choral-Enklaven im \nSchlu\u00dfsatz des Brahmsschen Quartetts und in unserem Finale k\u00f6nnten ein \nzus\u00e4tzliches Indiz f\u00fcr eine besondere Wirkung sein, die Mendelssohns \nTrio auf den jungen Brahms ausge\u00fcbt haben mag. Wie auch immer: die oben \nkurz ber\u00fchrten Einw\u00e4nde der erlauchten Musikwissenschaft gegen diesen \nSatz gehen vor allem deswegen ins Leere, weil sie seine Abh\u00e4ngigkeit vom\n Kopfsatz nur ungen\u00fcgend in Rechnung stellen. Die formale \nEigenwilligkeit  des Satzes (durchf\u00fchrungslose Zweiteiligkeit mit \nEinschub eines Choralthemas mitten in die Reprise des Hauptthemas, \nnachhaltig betonte Wiederaufnahme dieses \u201eregelwidrigen\u201c Einschubs in \nder ausgedehnten Coda) und die hermeneutischen Implikationen, die sie \nbedingen, sind losgel\u00f6st von der Ideen- und Motivwelt des ersten Satzes \ngar nicht zu verstehen. Der vieldiskutierte Choral steht in direkter \nAbh\u00e4ngigkeit vom \u201eeigentlichen\u201c Seitenthema des Satzes, das selbst \nwiederum nichts anderes als eine sehr verwandelte, aber noch immer als \nsolche erkennbare Wiedergeburt des Seitenthemas aus dem ersten Satz ist.\n Diese Querbeziehungen sind wohl viel aussagekr\u00e4ftiger als die genaue \nZuordnung der Choralmelodie selbst. (Als Quellen f\u00fcr den Choral werden \ngenannt: \u201eVor Deinen Thron tret\u00b4 ich hiemit\u201c, \u201eHerr Gott, Dich loben \nalle wir\u201c und \u201eIhr Knechte Gottes allzugleich\u201c; am n\u00e4chsten steht wohl \nBachs auf einer Genfer Psalmenausgabe von 1551 basierenden Choralsatz \n\u201eHerr Gott, Dich loben alle wir\u201c, BWV 326. Gegen\u00fcber dieser Quelle \nver\u00e4ndert Mendelssohn das Metrum, tauscht Haupt- gegen Mittelstimmen und\n bringt einige melodische Modifikationen an.) Der leidenschaftliche \nTrotz des Hauptthemas, das von seiner (partiellen) vergr\u00f6\u00dferten \nUmkehrung im Ba\u00df begleitet wird, strahlt einen k\u00e4mpferischen \nLebenswillen aus, zu dem die \u201eNon confundar in aeternum\u201c-Stimmung des \nSeitenthemas zwar in Spannung, aber nicht in Widerspruch steht. Da\u00df sich\n Lebenswillen und Gottvertrauen im Lobgesang vereinen, ist bei einem \ntief religi\u00f6sen Menschen wie Mendelssohn ganz sicher keine rhetorische \nPose. Die Pose entsteht erst im Angesicht der Masse; aber das \u201eSuchet, \nso werdet Ihr finden!\u201c Mendelssohns wendet sich nicht an eine anonyme \nMasse. Der innere Adel, der Mendelssohn f\u00fcr so unterschiedliche \nTemperamente wie Louis Spohr und Robert Schumann zur h\u00f6chsten Autorit\u00e4t \nmachte (Schumann: \u201eSein Lob galt mir immer das h\u00f6chste \u2013 die h\u00f6chste \nletzte Instanz war er.\u201c) und der wohl auch der tiefere Grund f\u00fcr den \npathologischen Mendelssohn-Komplex Richard Wagners ist, wurde von einer \nnachfolgenden Zeit als klassizistische oder historistische Gl\u00e4tte und \nUnverbindlichkeit gedeutet. Wer die Botschaft dieses Trios zu h\u00f6ren \nversteht, wird keinen Augenblick mehr daran zweifeln, da\u00df Mendelssohn \nnicht einfach der Autor eines genialen Violinkonzertes und einer \nvielseitig verwendbaren B\u00fchnenmusik ist, sondern zu den ganz Gro\u00dfen \nunserer Musik z\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align:right\">\u00a9 by Claus-Christian Schuster<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Felix Mendelssohn * 03. Februar 1809\u2020 04. November 1847 Trio f\u00fcr Pianoforte, Violine und Violoncell Nr.2, c-moll, op.66 Komponiert: Frankfurt am Main, Februar bis April 1845 Widmung: Louis Spohr Urauff\u00fchrung: Leipzig, Gewandhaus, 20. Dezember 1845 (Zweite musikalische Abendunterhaltung) Felix Mendelssohn-Bartholdy, Klavier Ferdinand David (1810-1873), Violine Carl Wittmann (1810-1860), Violoncello Erstausgabe: Breitkopf &amp; H\u00e4rtel, Leipzig, Februar [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":{"0":"post-519","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","6":"category-klaviertrios-klavier-violine-und-violoncello","7":"entry"},"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"3.0.1","language":"en","enabled_languages":["de","en"],"languages":{"de":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"en":{"title":false,"content":false,"excerpt":false}}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/519","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=519"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/519\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":520,"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/519\/revisions\/520"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=519"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=519"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=519"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}