{"id":417,"date":"2019-02-12T19:23:56","date_gmt":"2019-02-12T18:23:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www2.altenbergtrio.at\/?p=417"},"modified":"2019-02-12T19:24:02","modified_gmt":"2019-02-12T18:24:02","slug":"goldmark-trio-d-moll-op-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/goldmark-trio-d-moll-op-1\/","title":{"rendered":"Goldmark: Trio d-moll op. 1"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Rubin Goldmark<\/h3>\n\n\n\n<p>* 15. August 1872<br>\u2020 6. M\u00e4rz 1936<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Trio d-moll op. 1<\/h3>\n\n\n\n<table class=\"wp-block-table\"><tbody><tr><td>Komponiert:<\/td><td>New York, NY, 1892<\/td><\/tr><tr><td>Urauff\u00fchrung:<\/td><td>New York, National Conservatory, 8. Mai 1893<br>\nRubin Goldmark, Klavier<br>\nMichael Banner, Violine<br>\nM. Herbert, Violoncello<br>\n<\/td><\/tr><tr><td>Erstausgabe:<\/td><td>Breitkopf &amp; H\u00e4rtel, Leipzig, 1896<\/td><\/tr><\/tbody><\/table>\n\n\n\n<p>\u201eNow there are two Goldmarks!\u201d soll der befriedigte Lehrer Dvo\u00f8\u00e1k am  Abend der Urauff\u00fchrung des Klaviertrios seines Sch\u00fclers ausgerufen  haben; und das in dieser Bemerkung konstatierte Verwobensein in eine  Familientradition ist sicher das bestimmendste Merkmal von Rubin  Goldmarks kompositorischem Lebensweg. Der Bruder des Brahms-Freundes  Carl Goldmark, den Hanslick in seiner Stellungnahme zur Ordensverleihung  an Dvo\u00f8\u00e1k als einzigen \u00f6sterreichischen Komponisten von internationalem  Ruf neben Brahms und Dvo\u00f8\u00e1k gelten l\u00e4\u00dft, war aus seiner   Universit\u00e4tslaufbahn ausgebrochen und nach New York emigriert, wo er  neben seiner Berufst\u00e4tigkeit als Anwalt und Kantor bald regen Anteil am  Musikleben der Stadt nahm, die sich in einer Periode des rasanten  wirtschaftlichen und kulturellen Aufstiegs befand. Leo Goldmark geh\u00f6rte  zu den Gr\u00fcndern der Oratorio Society of New York, an deren Konzerten er  auch regelm\u00e4\u00dfig mitwirkte, und der New York Symphony Society, und sein  Haus war einer der beliebtesten Treffpunkte der besten Musiker der  Stadt. Die hier erklingende Musik war der erste und st\u00e4rkste Eindruck im  Leben des kleinen Rubin. Die meisten der hier verkehrenden Menschen  waren erst vor nicht langer Zeit aus Europa nach New York gekommen, und  Deutsch war die bevorzugte Umgangssprache dieses Kreises. Alfred von  Livonius wurde der erste Klavierlehrer des Jungen, der dann nach einem  einj\u00e4hrigen Intermezzo am College of the City of New York als  Siebzehnj\u00e4hriger zu seinem Onkel nach Wien kam. Obwohl die nicht einmal  zwei Jahre dauernde Wienaufenthalt Rubin Goldmarks in der  Erinnerungsliteratur des Brahmskreises nat\u00fcrlich keinerlei Spuren  hinterlassen hat, darf man wohl annehmen, da\u00df ihn sein Onkel und seine  Konservatoriumslehrer \u2013 Johann Nepomuk Fuchs, Robert Fuchs und Anton  Door \u2013 in das Leben dieses Kreises eingef\u00fchrt haben. Wieder zur\u00fcck in  New York, setzte Rubin Goldmark seine Klavierstudien bei Rafael Joseffy  (dem er dann sp\u00e4ter sein Klavierquartett op. 12 widmen sollte) fort und  wurde nach Dvo\u00f8\u00e1ks Ankunft einer von dessen ersten Kompositionssch\u00fclern.  Mit der Auff\u00fchrung seines Opus 1 beendete er im Mai 1893 seine Studien  und konnte im Schuljahr 1893\/94 dann sogar schon selbst an Mrs. Thurbers  National Conservatory of Music Klavier und Theoriestunden halten. Sein  prek\u00e4rer Gesundheitszustand zwang ihn aber, noch vor Dvo\u00f8\u00e1ks Abschied  von New York die Stadt zu verlassen. Dank der guten Verbindungen seines  Vaters schuf man am Colorado College der von den \u00c4rzten als klimatisch  ideal eingestuften Stadt Colorado Springs ein Konservatorium, dessen  Leitung dem Dreiundzwanzigj\u00e4hrigen anvertraut wurde. Hier entstand das  erste Erfolgswerk Rubin Goldmarks, die symphonische Tondichtung Hiawatha  (nach Longfellow), deren Urauff\u00fchrung (Boston, 13.1.1900) der  einflu\u00dfreiche Kritiker James Gibbons Huneker mit folgenden Worten  begr\u00fc\u00dfen sollte: \u201eIt was bewilderingly luscious and Goldmarkian \u2013 a  young Goldmark come to judgment. The family gifts are color and rythm.\u201d<br> Nach der Wiederherstellung seiner Gesundheit kehrte Rubin Goldmark in  seine Vaterstadt zur\u00fcck, wo er bis zu seiner Berufung an die Juilliard  School privat unterrichtete, aber auch \u2013 etwa als Gr\u00fcndungsmitglied des  Clubs \u201eThe Bohemians\u201c (1907) \u2013 die gesellschaftliche Tradition seines  Vaterhauses fortsetzte. F\u00fcr den legend\u00e4ren Mischa Elman schrieb er 1915  das (sp\u00e4ter orchestrierte) Violinst\u00fcck Call of the Plains; 1922 entstand  das einzige Werk Goldmarks, das noch mit einiger Regelm\u00e4\u00dfigkeit  aufgef\u00fchrt wird, A Negro Rhapsody, ein \u00fcberaus effektvolles  Orchesterst\u00fcck \u00fcber sieben Negro Spirituals, das von der New York  Philharmony am 18.1.1923 uraufgef\u00fchrt wurde. Der Nachruhm des schon von  vielen zeitgen\u00f6ssischen Kritikern als \u201eanachronistisch\u201c eingestuften  Komponisten beruht vor allem auf seiner Lehrt\u00e4tigkeit \u2013 George Gershwin,  Aaron Copland und Frederick Jacobi sind ihm verpflichtet. Zum  zwanzigsten Todestag des menschlich \u00fcberaus integren Komponisten wurde  das neue Musikzentrum des College of the City of New York nach ihm  benannt. <br><\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align:right\">\u00a9 by Claus-Christian Schuster<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rubin Goldmark * 15. 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