{"id":363,"date":"2019-02-12T18:50:37","date_gmt":"2019-02-12T17:50:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www2.altenbergtrio.at\/?p=363"},"modified":"2019-02-12T18:50:45","modified_gmt":"2019-02-12T17:50:45","slug":"bjelik-trio-in-b-1986","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/bjelik-trio-in-b-1986\/","title":{"rendered":"Bjelik: Trio in B (1986)"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Martin Bjelik<\/h3>\n\n\n\n<p>* 31. Juli 1940<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Trio in B (1986)<\/h3>\n\n\n\n<table class=\"wp-block-table\"><tbody><tr><td>Komponiert:<\/td><td>Wien, 1984\/86<\/td><\/tr><tr><td>Urauff\u00fchrung:<\/td><td>Wien, Festsaal des W\u00e4hringer Amtshauses, 9. Oktober 1984<br>\nGiovanna Ferraris, Klavier <br>\nMichael Dell, Violine <br>\nBettina Brosche, Violoncello <br>\n<\/td><\/tr><tr><td>Erstausgabe:<\/td><td>ungedruckt<\/td><\/tr><\/tbody><\/table>\n\n\n\n<p>Martin Bjelik wurde 1984 von einem jungen Klaviertrio um ein neues \nWerk gebeten. Das daraufhin geschriebene &#8220;Trio in B&#8221; wurde nach seiner \nUrauff\u00fchrung vom Komponisten einer verknappenden \u00dcberarbeitung \nunterzogen. In dieser Neufassung wurde es 1986 vom Wiener Concordia-Trio\n f\u00fcr den ORF produziert. <br>\n<br>\nNach seinen eigenen Worten schrieb der Komponist dieses Trio gleichsam \n&#8220;aus dem Handgelenk, lockerer als manche andere St\u00fccke, die oftmals in \nzunehmendem Ma\u00dfe einer skrupul\u00f6sen, verkrampften Handhabung des \n\u00bbAussparungsprinzips\u00ab unterlagen.&#8221; Die unverhohlene Selbstkritik, die \naus diesen Zeilen spricht, ist keine Pose, sondern gelebter Ernst: \nBjelik, der die meisten seiner Werke immer wieder nachbesserte und \n\u00fcberarbeitete, beendete 1992, kurz nach der Urauff\u00fchrung seiner \n&#8220;Verformungen f\u00fcr Kammerensemble&#8221; (Auftragswerk der Gesellschaft der \nMusikfreunde f\u00fcr Peter Keuschnig und sein Ensemble &#8220;Kontrapunkte&#8221;), \nseine kompositorische T\u00e4tigkeit. <br>\n<br>\nMag also die m\u00fchelos erscheinende Klarheit und Souver\u00e4nit\u00e4t des \nKlaviertrios auch einen besonderen Gl\u00fccksfall im Oeuvre des Komponisten \ndarstellen, so l\u00e4\u00dft sich doch an dieser Leistung ermessen, welchen \nVerlust das Verstummen des Autors bedeutet. Ohne Zweifel geh\u00f6rt dieses \nin seinen \u00e4u\u00dferen Dimensionen so bescheidene St\u00fcck zu den gelungensten \nLeistungen der \u00f6sterreichischen Kammermusik nach 1945. <br>\n<br>\nDas Werk ist in drei ineinander \u00fcbergehende Teile gegliedert: der erste,\n in belebtem Tempo ablaufend, ist rondoartig angelegt; ihm folgt eine \nArt Intermezzo voll schattenhaft huschender Klavierkaskaden, die ein \nkurze choralartige Episode umschlie\u00dfen. Diese gewinnt dann am Ende des \nSt\u00fcckes an Bedeutung, indem sie den Abschlu\u00df und H\u00f6hepunkt des zun\u00e4chst \nreprisenartig anlaufenden dritten Teiles des Werkes bildet. <br>\n<br>\nDie Bezeichnung &#8220;in B&#8221; bezieht sich auf den (Anfang und Schlu\u00df der \nKomposition dominierenden) Zentralton. Damit ist auch angedeutet, da\u00df \ndas Idiom dieses Werkes mehr als das anderer Kompositionen Bjeliks \nmodale, sich dem Tonalen ann\u00e4hernde Z\u00fcge aufweist. Auch hierin hat der \nKomponist die Anregungen seiner beiden Lehrer &#8211; Karl Schiske und \nGottfried von Einem &#8211; auf durchaus pers\u00f6nliche Art weiterentwickelt. <br>\n<\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align:right\">\u00a9 by Claus-Christian Schuster<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Martin Bjelik * 31. Juli 1940 Trio in B (1986) Komponiert: Wien, 1984\/86 Urauff\u00fchrung: Wien, Festsaal des W\u00e4hringer Amtshauses, 9. Oktober 1984 Giovanna Ferraris, Klavier Michael Dell, Violine Bettina Brosche, Violoncello Erstausgabe: ungedruckt Martin Bjelik wurde 1984 von einem jungen Klaviertrio um ein neues Werk gebeten. 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