{"id":339,"date":"2019-02-12T18:20:16","date_gmt":"2019-02-12T17:20:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www2.altenbergtrio.at\/?p=339"},"modified":"2019-02-12T18:20:20","modified_gmt":"2019-02-12T17:20:20","slug":"brahms-trio-a-moll-fuer-pianoforte-clarinette-oder-bratsche-und-violoncell-op-114","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.altenbergtrio.at\/en\/brahms-trio-a-moll-fuer-pianoforte-clarinette-oder-bratsche-und-violoncell-op-114\/","title":{"rendered":"Brahms: Trio (A moll) f\u00fcr Pianoforte, Clarinette (oder Bratsche) und Violoncell. Op.114"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Johannes Brahms<\/h3>\n\n\n\n<p>* 7. Mai 1833<br>\u2020 3. April 1897<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Trio (A moll) f\u00fcr Pianoforte, Clarinette (oder Bratsche) und Violoncell. Op.114<\/h3>\n\n\n\n<table class=\"wp-block-table\"><tbody><tr><td>Komponiert:<\/td><td>(Bad) Ischl, Mai &#8211; 13. Juli 1891<\/td><\/tr><tr><td>Urauff\u00fchrung:<\/td><td>Berlin, Saal der Singakademie, 12. Dezember 1891<br>\nJohannes Brahms, Klavier<br>\nRichard M\u00fchlfeld (1856-1907), Klarinette<br>\nRobert Hausmann (1852-1909), Violoncello<br>\n<\/td><\/tr><tr><td>Erstausgabe:<\/td><td>Simrock, Berlin, M\u00e4rz 1892<\/td><\/tr><\/tbody><\/table>\n\n\n\n<p>Da\u00df sich die Geschichte wiederholt, ist ein allzuoft bem\u00fchter  Gemeinplatz. Wie sie sich bei der Entstehung der bedeutendsten Werke der  Klarinettenliteratur wiederholte, ist aber durchaus bemerkenswert. Es  war Mozarts Begegnung mit seinem Logenbruder Anton Stadler (1753-1812),  die uns die herrliche Triade seiner Klarinettenwerke (\u201eKegelstatt-Trio\u201c  KV 498, Quintett KV 481, Konzert KV 622) bescherte. Zwanzig Jahre nach  Mozarts Tod traf Carl Maria von Weber in M\u00fcnchen Heinrich Baermann  (1784-1847) und begann unmittelbar darauf mit der Komposition seiner  beiden Klarinetten-Trilogien (Concertino op.26, Konzerte op.73 und  op.74; Kammermusik: Variationen op.33, Quintett op.34, Duo op.48). Und  ganz am Ende seines Schaffens sehen wir nun Brahms, der sein  kompositorisches Werk schon beendet glaubte, mit drei Opera besch\u00e4ftigt,  die er seinem \u201eFr\u00e4ulein Klarinette\u201c, wie er den unvergleichlichen  Richard M\u00fchlfeld nennt, zugedacht hat. Es scheint, als l\u00e4ge bei der  Klarinette, ganz wie bei der menschlichen Stimme, in der Kraft der  pers\u00f6nlichen Ausstrahlung noch eine ganz besondere Macht, ein  unmittelbarer Zauber, dem diese Gro\u00dfen dankbar nachtr\u00e4umen.<br> <br> Von M\u00fchlfeld, schrieb Max Kalbeck, gehe \u201edie Sage, da\u00df er eine  Kollektion unsterblicher Rohrbl\u00e4ttchen besitze, die aus dem Schilfrohr  der von Pan geliebten, von G\u00e4a verwandelten Nymphe Syrinx geschnitten  sein sollen. Ein St\u00fcck der Hirtenfl\u00f6te, mit welcher der Waldgott auf  seiner Geliebten oder auf seine Geliebte gepfiffen hat \u2013 die Lesarten  lassen sich beide verteidigen \u2013 steckt jedenfalls in dem Blasinstrument  des Herrn M\u00fchlfeld; sonst k\u00f6nnte er nicht so zauberische Kl\u00e4nge daraus  hervorbringen.\u201c<br> <br> Nicht zuf\u00e4llig entf\u00fchrt uns Kalbecks Phantasie in die Antike \u2013 auch  Brahms war in seinen Gedanken jetzt oft in der Magna Graecia zu Gast.  Zehn Jahre war es nun her, da\u00df auch ihm in Taormina, Syrakus und  Agrigent die Sonne Homers gel\u00e4chelt hatte, und seine Sehnsucht dorthin  war ungestillt. So hatte er f\u00fcr den Fr\u00fchling 1891 eine Reise nach  Sizilien geplant, die aber dann durch den Tod der Frau seines Freundes  Friedrich Hegar vereitelt wurde. Hatte ihm in den vergangenen Jahren die  gastliche Villa Carlotta des Herzogs Georg II. von Meiningen (in  Cadenobbia am Lago di Como) immer wieder als Ausgangs- und Ruhepunkt  seiner italienischen Reisen gedient, so nahm Brahms diesmal mit  Meiningen selbst als Ersatz f\u00fcr die vers\u00e4umten s\u00fcdlichen Wonnen vorlieb.  Dabei mu\u00dfte er gar nicht auf die Antike verzichten: auf seine  Veranlassung hatte der Herzog f\u00fcr den 15. M\u00e4rz 1891 die Urauff\u00fchrung der  Trag\u00f6die Oenone von Joseph Viktor Widmann (1842-1911) angesetzt. Das  war ein umso gr\u00f6\u00dferer Anreiz, als Brahms sich nur allzu gern daran  delektieren wollte, wie sein Freund Widmann, wegen dessen  republikanischer Gesinnung es zwischen den beiden schon manchmal zum  Streit gekommen war, sich in der ihm ungewohnten Hofluft bewegen w\u00fcrde.<br> <br> So wurde Meiningen f\u00fcr eine Woche zu Brahmsens Tusculum: Auf der B\u00fchne  konnte er die sch\u00f6ne Nymphe Oenone und den armen Paris bewundern, der  Darsteller des Thersites, Ludwig W\u00fcllner, brillierte anderen Tages als  S\u00e4nger der Magelone-Lieder, und in dem zum Konzertsaal gewordenen  Theater, in dem die \u201eS\u00e4ulenhalle des Pompeius\u201c aus Shakespeares Julius  Caesar als Schallwand diente, folgte ein Kunstgenu\u00df dem anderen. F\u00fcr  Brahms aber war der eindeutige H\u00f6hepunkt dieser \u00fcberreichen Woche der  Vortrag von Mozarts Klarinettenquintett durch Richard M\u00fchlfeld, gefolgt  von einem Privatissimum, in dem der Klarinettist Brahms die  Eigent\u00fcmlichkeiten seines Instrumentes vorf\u00fchrte.<br> <br> Nachdem Brahms anschlie\u00dfend an die Meininger Tage eine von Dissonanzen  \u00fcberschattete Woche bei Clara Schumann in Frankfurt am Main zugebracht  hatte, kehrte er zu Ostern f\u00fcr einige Wochen nach Wien zur\u00fcck, von wo er  am 11. Mai auf Sommerfrische nach Ischl reiste. Wenig sp\u00e4ter schreibt  er dem in Wien gebliebenen Freund Eusebius Mandyczewski am Schlu\u00df eines  Briefes den lakonischen Satz: \u201e&#8230;und denken Sie nicht schlecht von mir,  wenn ich Sie bitte, 12 Bogen Notenpapier quer 16 Systeme beizulegen.\u201c<br> <br> Schon im Juni hatte Mandyczewski bei einem Besuch in Ischl Gelegenheit  zu h\u00f6ren, wozu Brahms das von ihm besorgte Notenpapier verwendet hatte:  der erste Satz des Klarinettentrios war vollendet.<br> <br> \u201eIch hatte in der letzten Zeit Verschiedenes angefangen, auch Symphonien  und Anderes, aber nichts wollte recht werden; da dachte ich, ich w\u00e4re  schon zu alt, und beschlo\u00df energisch, nichts mehr zu schreiben. Ich  \u00fcberlegte bei mir, ich sei doch mein Lebtag flei\u00dfig genug gewesen, h\u00e4tte  genug erreicht, h\u00e4tte ein sorgenloses Alter und k\u00f6nne es nun ruhig  genie\u00dfen. Und das machte mich so froh, so zufrieden, so vergn\u00fcgt, da\u00df es  auf einmal wieder ging.\u201c<br> <br> vertraute Brahms seinem getreuen Mandyczewski an. Am 14. Juli kann  Brahms ihm das fertige Trio mit der Bitte um ein Urteil \u00fcbersenden,  bestellt aber schon eine Woche sp\u00e4ter neues Notenpapier und meint bei  dieser Gelegenheit:<br> <br> \u201eIch kann Lob und Trio umsomehr auf sich beruhen lassen, als dieses der  Zwilling einer viel gr\u00f6\u00dferen Dummheit ist, die ich jetzt versucht bin  herauszup\u00e4ppeln.\u201c<br> <br> Welches von beiden Opera, n\u00e4mlich das Trio op.114 oder das Quintett  op.115, nun die \u201egr\u00f6\u00dfere Dummheit\u201c ist, dar\u00fcber sind nun seit mehr als  hundert Jahren die Meinungen recht geteilt. Mandyczewski, der, wie wir  gesehen haben, gewisserma\u00dfen bei der Geburt dieses Zwillingspaares  Hebamme gespielt hatte, war \u00fcberzeugt davon, das Trio werde es zu gro\u00dfer  Popularit\u00e4t bringen, w\u00e4hrend das Quintett wohl nur einem engen Kreis  von Kennern zug\u00e4nglich sein werde. Auch Hans von B\u00fclow, Franz W\u00fcllner  und, allem Anschein nach, Brahms selbst, teilten diese Meinung. Die  Auff\u00fchrungsstatistik des letzten Jahrhunderts belegt das gerade  Gegenteil: an Popularit\u00e4t kann es das Trio mit dem Quintett jedenfalls  nicht aufnehmen.<br> <br> Hanslick, der das Quintett f\u00fcr \u201eungleich bedeutender\u201c hielt, bem\u00e4kelte,  Teile des Trios seien mehr \u201edas Werk tonk\u00fcnstlerischer Kombination als  des freudigen Schaffens.\u201c Und Florence May \u201escheint die Eingebung bei  diesem Werke zu erlahmen: es fehlt dem Geiste an Geschmeidigkeit.\u201c <br> <br> An dieser Kritik l\u00e4\u00dft sich recht gut nachvollziehen, wie die Gralsh\u00fcter  der Brahms-Partei oft weder willens noch f\u00e4hig waren, das letzte St\u00fcck  des Weges mit Brahms zu gehen, das sie eben zu jener Wegkreuzung gef\u00fchrt  h\u00e4tte, von der aus Sch\u00f6nberg, Berg und Webern den ihren weitergingen.  Jener Berliner Komponist, der Brahms mit dem Dictum \u201eIch bewundere  Wagner, den Fortschrittlichen, den Neuerer, und Brahms, den  Akademischen, den Klassizisten\u201c zu verst\u00e4ndlicher Wei\u00dfglut brachte,  h\u00e4tte bei diesen Siegelbewahrern wohl nur wegen seiner \u00e4sthetischen  Promiskuit\u00e4t Widerspruch erregt, kaum in der Sache. Es ist ein  Gl\u00fccksfall der Musikgeschichte, da\u00df kein Geringerer als Arnold Sch\u00f6nberg  mit seinem Essay Brahms the progressive daf\u00fcr gesorgt hat, da\u00df die  schiefe Optik, die als unseliges Erbe der mit der atavistischen  Mentalit\u00e4t des Kampfes zwischen Welfen und Staufern gef\u00fchrten  Auseinandersetzung Brahms \u2013 Wagner \u00fcber Jahrzehnte hinweg den Blick auf  den Gang der Musikgeschichte verzerrt hatte, korrigiert werden konnte.<br> <br> Die Natur der von ihm gew\u00e4hlten Werkgattung mit drei unverwechselbaren  und letztlich unverschmelzbaren Klangindividualit\u00e4ten, gab Brahms die  M\u00f6glichkeit, mit genau jenen Konstellationen zu operieren, die die  musikalische Avantgarde des 20. Jahrhunderts faszinieren sollten. Da\u00df er  dabei die Grenzen dessen \u00fcberschreiten mu\u00dfte, was als \u201efreudiges  Schaffen\u201c die dringend ben\u00f6tigte Beh\u00fcbschung eines immer brutaler  werdenden \u00dcberlebenskampfes h\u00e4tte abgeben k\u00f6nnen, lag in der Sache  selbst begr\u00fcndet. Doch bei n\u00e4herer Betrachtung findet man leicht heraus,  da\u00df im musikalischen Denken von Brahms diese Grenzen von allem Anfang  an inexistent waren (so sehr sie auch sonst sein b\u00fcrgerliches  Selbstgef\u00fchl bestimmt haben m\u00f6gen); da\u00df also die kulinarische und  dekorative Verwertung seiner Musik ein zumindest ebenso gro\u00dfes Unrecht  am innersten Geist dieser Kunst ist wie der Mi\u00dfbrauch  der Musik Wagners  und Bruckners durch den Nationalsozialismus.<br> <br> Die Verdichtung des musikalischen Ausdruckes geht im Klarinettentrio  einen entscheidenden Schritt \u00fcber das noch im letzten Klaviertrio  (op.101, 1886) angewandte Verfahren hinaus. Der Verknappungsproze\u00df  beschr\u00e4nkt sich jetzt nicht mehr auf die Behandlung des thematischen  Materials und der formalen Strukturen, er betrifft jetzt unmittelbar die  Themen und die Form selbst. In besonderer Weise trifft das auf die  Ecks\u00e4tze zu. Im ersten Satz (Allegro) erscheint die auch in op.101 noch  herrschende Dialektik von Haupt- und Seitensatz v\u00f6llig aufgegeben; alle  \u201eThemen\u201c sind als Metamorphosen einer einzigen motivischen Keimzelle  angelegt. Dieses Verfahren ist seinem Wesen nach nichts anderes als eine  permanente Durchf\u00fchrung \u2013 daher ist das, was man bei traditioneller  Deutung der Form als \u201eDurchf\u00fchrung\u201c bezeichnen m\u00fc\u00dfte, k\u00fcrzer als in  jedem anderen vergleichbaren Satz des Brahmsschen \u0152uvres. Noch  augenf\u00e4lliger wird diese neue Technik in jenem Abschnitt, der die  traditionelle Reprise vertritt. Durch Umstellungen und tiefgreifende  variative Eingriffe ist der \u201eWiederholungscharakter\u201c nahezu v\u00f6llig  verschleiert \u2013 die Unumkehrbarkeit des zeitlichen Ablaufes hat hier  ihren ad\u00e4quaten musikalischen Ausdruck gefunden. Da aber alle diese  Neuerungen von Brahms Schritt f\u00fcr Schritt aus den klassischen Modellen  entwickelt wurden, entsteht trotz aller konsequenter K\u00fchnheit nie der  Eindruck eines radikalen Bruches mit den gestalterischen Traditionen \u2013  der Satz l\u00e4\u00dft sich, mit einiger Anstrengung und Phantasie, durchaus auch  noch mit der Terminologie der klassischen Sonatenhauptsatzform  beschreiben und gliedern, wenngleich diese Betrachtungsweise der  Einzigartigkeit der hier von Brahms verwirklichten Konzeption nicht  wirklich gerecht wird.<br> <br> Hat der erste Satz den zeitlichen Ablauf als Motor f\u00fcr permanente  Durchf\u00fchrung verwendet, so er\u00f6ffnet uns das Adagio (D-Dur) ein  vielleicht noch faszinierenderes Mysterium: es h\u00e4lt die Zeit an. Wie  Brahms das erreicht, das ist zwar zur Not technisch-analytisch  nachvollziehbar, bleibt aber als eines der gr\u00f6\u00dften Wunder der  Musikgeschichte unerkl\u00e4rlich. Von einem n\u00fcchtern handwerklichen  Standpunkt aus kann man nur feststellen, da\u00df Brahms, in v\u00f6lliger Umkehr  der \u201enat\u00fcrlichen\u201c Gegebenheiten, das Thema als ein Echo seiner  Begleitung behandelt, also den zeitlichen Bezug zwischen Kommentar und  Kommentiertem auf den Kopf stellt. Aber was sagt das \u00fcber den  r\u00e4tselhaften Zauber, der von dieser Musik ausgeht?<br> <br> Nicht von ungef\u00e4hr hat Eduard Hanslick in seiner Rezension des Werkes  das \u201eerquickend kleine Gedicht des dritten Satzes\u201c (Andantino grazioso,  A-Dur)  gegen das angeblich erkl\u00fcgelte Finale ausgespielt. Dieser dritte  Satz ist jener unverzichtbare R\u00fcckblick, der uns alles Umgebende erst  als die schicksalhaft zukunftsweisende Leistung des Genies erkennen  l\u00e4\u00dft.<br> <br> &#8230;.. Wie er auf<br> dem letzten H\u00fcgel, der ihm ganz sein Tal<br> noch einmal zeigt, sich wendet, anh\u00e4lt, weilt \u2013<br> (Rilke, Achte Duineser Elegie)<br> <br> \u2013 und da\u00df ihm aus diesem Tal von ferne noch ein L\u00e4ndler nachschallt,  wohl ein steirischer, aus M\u00fcrzzuschlag, wo die letzte Symphonie  entstanden ist, der nun keine nachfolgen m\u00f6chte, so da\u00df alle daf\u00fcr  vorgesehenen Themen sich im Klarinettentrio niederlassen mu\u00dften!<br> <br> Und wirklich \u2013 im Finale (Allegro) lassen sich entfernte Spuren des  ersten Satzes der M\u00fcrzzuschlager Vierten wiederfinden. Das  Feiertags-Mysterium des zweiten Satzes hat nun aber wieder dem t\u00e4tigen  Alltag Platz gemacht, Thema und begleitende Imitation sind diesmal an  der \u201erichtigen\u201c Stelle: Man ist bei all dieser unverdrossenen  Betriebsamkeit fast versucht, die Bibelworte, die Brahms f\u00fcnf Jahre  sp\u00e4ter dem ersten der Vier ernsten Ges\u00e4nge unterlegen wird, mitzudenken:  \u201eDarum sahe ich, da\u00df nichts bessers ist, denn da\u00df der Mensch fr\u00f6hlich  sei in seiner Arbeit; denn das ist sein Teil.\u201c Zwischendurch klingt aber  immer noch ein \u00e4lplerischer Tanz nach. <br> <br> Auch dieser Satz lie\u00dfe sich, \u00e4hnlich dem ersten, wieder als Sonatensatz  verstehen: der Platz f\u00fcr die in dieser neuen Schreibweise von der Last  ihrer Aufgaben befreite Durchf\u00fchrung findet sich diesmal in der Reprise.  Aber solche sophistischen Verrenkungen zeigen nur allzu deutlich, da\u00df  dieser Rock unserem Meister nun wirklich viel zu eng geworden ist. Wie  lange h\u00e4tte er ihn doch noch tragen k\u00f6nnen, wenn er nur etwas  geschmeidiger gewesen w\u00e4re! Liebe Miss May: Welchem Geiste fehlt es hier  an Geschmeidigkeit?<br> <\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align:right\">\u00a9 by Claus-Christian Schuster<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Johannes Brahms * 7. Mai 1833\u2020 3. April 1897 Trio (A moll) f\u00fcr Pianoforte, Clarinette (oder Bratsche) und Violoncell. Op.114 Komponiert: (Bad) Ischl, Mai &#8211; 13. Juli 1891 Urauff\u00fchrung: Berlin, Saal der Singakademie, 12. 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