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Christopher Hinterhuber Amiram Ganz Christoph Stradner Altenberg Trio ab 2012 Altenberg Trio bis 2012

Altenberg Trio Wien


Besetzung bis 2012



Seit seinem „offiziellen“ Début bei der Salzburger Mozartwoche (Jänner 1994) hat das Altenberg Trio Wien, eines der wenigen full time Klaviertrios der Kammermusikwelt, sich in rund 1000 Auftritten den Ruf eines der wagemutigsten und konsequentesten Ensembles dieser Kategorie erworben: sein Repertoire umfaßt – neben einer großen Anzahl von Werken aus den unmittelbar angrenzenden Bereichen (Klavierquartette, Duos, Tripelkonzerte, vokale Kammermusik) –mehr als 200 Klaviertrios, darunter etliche Werke, die das Altenberg Trio selbst angeregt und uraufgeführt hat.

Schon gleichzeitig mit seiner Gründung wurde das Ensemble Trio in residence der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, für die es alljährlich einen Konzertzyklus im
Brahms-Saal des Wiener Musikvereins gestaltet, und der Konservatorium Wien Privatuniversität, wo es einen Seminarlehrgang für Kammermusik leitet.
Zu den weiteren Fixpunkten seiner Tätigkeit gehört auch die künstlerische Leitung des Musikfestes auf Schloß Weinzierl, jenem musikgeschichtlich bedeutsamen Ort, wo der junge Haydn seine ersten Streichquartette verfaßte; zuvor betreute es über anderthalb Jahrzehnte hinweg das Internationale Brahmsfest Mürzzuschlag, dessen künstlerischer Leiter Claus-Christian Schuster war.

Bei der Verleihung des Robert-Schumann-Preises der Stadt Zwickau reihte sich das Altenberg Trio 1999 in die „österreichische“ Tradition dieser Auszeichnung ein (Preisträger 1997 – Nikolaus Harnoncourt, 2002 – Alfred Brendel); unmittelbaren Anlaß dazu hatte die kurz davor erschienene Gesamteinspielung der Schumannschen Klaviertrios geboten.
Die folgende Aufnahme des Altenberg Trios (Ives / Copland / Bernstein) gewann im April 2000 in Amsterdam den Edison Award. Die 2008 erschienene CD mit den Klaviertrios der polnischen Komponisten Artur Malawski und Krzystof Meyer wurde vom Kultursender Ö1 des österreichischen Rundfunks mit dem „Pasticcio-Preis“ ausgezeichnet. In Zusammenarbeit mit der Initiative des österreichischen Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten „1989- 2009 geteilt-geeint“ entstand die CD „Stimmen der Freiheit“. Sie präsentiert Triowerke aus Polen, Ungarn, Tschechien und Österreich, die in dieser Zeitspanne entstanden sind gemeinsam mit (in den Originalsprachen gelesenen) Gedichten von Autoren dieser Länder.

Besonders lebhafte Resonanz fanden die letzten Konzertzyklen des Altenberg Trios, so etwa in der Saison 2007/08 der Zyklus „Das Genie und sein Schatten“, der das Trioschaffen Ludwig van Beethovens mit dem seiner Zeitgenossen konfrontierte. Anläßlich des 20-Jahr-Jubiläums des Triozyklus spielte das Ensemble 2009/10 neben den Werken Joseph Haydns und Antonín Dvořáks Triowerke aus den letzten beiden Jahrzehnten in einem breitgefächerten Querschnitt. Im Musikvereinszyklus 2010/11 werden Paris und das Wunder der gerade 1871, am Tiefpunkt politischer Demütigung, mächtig wiedererstarkenden „Ars gallica“ im Mittelpunkt stehen. Das Entrée zu dieser Frankreichreise bildete ein Festkonzert zum 125. Geburtstag des Schönberg-Schülers Egon Wellesz, der als Hauptbindeglied zwischen der Pariser und der Wiener Musikwelt fungierte.

Im April 2007 hat das Ensemble das ihm von Friedrich Cerha gewidmete Klaviertrio (2005) im Wiener Musikverein uraufgeführt, dessen Erstaufführungen es danach in Griechenland, Kroatien, Slowenien, Irland und der Schweiz spielte.

2009 folgte das Altenberg Trio zum ersten Mal der Einladung zu Gidon Kremers Kammermusikfest nach Lockenhaus und im Februar 2010 gab es im Rahmen seiner jährlichen Konzertreise in die USA sein Début in der Library of Congress in Washington.

Anfang Juni 2011 wird die dritte Ausgabe des vom Altenberg Trio künstlerisch betreuten Musikfestes in Weinzierl erstmals im Festsaal des Schlosses stattfinden, an jenem Ort also, wo der junge Joseph Haydn vor rund 255 Jahren die ersten Streichquartette komponiert hat und bei ihrer Aufführung mitwirkte. Dann wird Schloss Weinzierl, dessen sorgfältige Renovierung im Mai 2011abgeschlossen sein wird, wieder von den Klängen seines bedeutendsten Gastes erfüllt sein.

Amiram Ganz spielt eine Geige von Goffredo Cappa (Saluzzo 1686), Alexander Gebert ein Violoncello von Frank Ravatin (Vannes 2005).