Seit seinem „offiziellen“ Début bei der Salzburger Mozartwoche (Jänner 1994) hat das Altenberg Trio Wien, eines der wenigen full time Klaviertrios der Kammermusikwelt, sich in mehr als 1000 Auftritten den Ruf eines der wagemutigsten und konsequentesten Ensembles dieser Kategorie erworben: sein Repertoire umfaßt – neben einer großen Anzahl von Werken aus den unmittelbar angrenzenden Bereichen (Klavierquartette, Duos, Tripelkonzerte, vokale Kammermusik) – nicht weniger als 200 Klaviertrios, darunter etliche Werke, die das Altenberg Trio selbst angeregt und uraufgeführt hat.
Schon gleichzeitig mit seiner Gründung wurde das Ensemble Trio in residence der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, für die es alljährlich einen Konzertzyklus im
Brahms-Saal gestaltet, und der Konservatorium Wien Privatuniversität, wo es einen Seminarlehrgang für Kammermusik leitet.
Zu den anderen Fixpunkten seiner Tätigkeit gehören das Internationale Brahmsfest Mürzzuschlag, dessen künstlerischer Leiter Claus-Christian Schuster 15 Jahre lang war, sowie die Accademia di Musica di Pinerolo (Piemont), an der es allmonatlich Master Classes für junge Ensembles anbietet.
Bei der Verleihung des Robert-Schumann-Preises der Stadt Zwickau reihte sich das Altenberg Trio 1999 in die „österreichische“ Tradition dieser Auszeichnung ein (Preisträger 1997 - Nikolaus Harnoncourt, 2002 – Alfred Brendel); unmittelbaren Anlaß dazu hatte die kurz davor erschienene Gesamteinspielung der Schumannschen Klaviertrios geboten.
Die folgende Aufnahme des Altenberg Trios (Ives / Copland / Bernstein) gewann im April 2000 in Amsterdam den Edison Award.
Besonders lebhafte Resonanz fanden die letzten Konzertzyklen des Altenberg Trios, so etwa die zehn Konzerte der Serie „Spaziergänge im wiedergefundenen Europa“, in denen die Musik der zehn neuen Mitgliedstaaten der Europäischen Union erkundet wurde. Der Musikvereinszyklus der Saison 2006/07 unter dem Titel „Eine russische Winterreise“ war zur Gänze Dmitrij Shostakovitch und seinem Umfeld gewidmet. „Das Genie und sein Schatten“ nennt das Altenberg Trio seinen Zyklus 2007/08 im Wiener Musikverein. Im Zentrum steht das Werk Ludwig van Beethovens. An den Werken von fünf Komponisten, die im Schatten Beethovens stehen, werden Größe und Wirkung des Genies vergleichend beleuchtet.
Im April 2007 hat das Ensemble das ihm von Friedrich Cerha gewidmete Klaviertrio uraufgeführt.
Amiram Ganz spielt eine Geige von Goffredo Cappa (Saluzzo 1686),
Alexander Gebert ein Violoncello von Franck Ravatin (Vannes 2005).